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Venenstauung

Englisch: venous stasis, phlebostasis

1 Definition

Unter einer Venenstauung versteht man den eingeschränkten oder aufgehobenenen Blutfluss in einer Vene, der sich durch einen Rückstau des Blutes distal der Stauungsstelle bemerkbar macht.

ICD10-Code: I87.8

2 Pathophysiologie

Eine Venenstauung entsteht meist durch die Verlegung des Gefäßlumens oder durch die Insuffizienz der Venenklappen einer Vene. Das Blut kann dadurch nicht mehr in seine Abflussrichtung transportiert werden und staut sich im Gefäß zurück. Dieser Prozess kann akut oder chronisch verlaufen.

3 Venenstauung als medizinische Maßnahme

Eine Venenstauung kann auch absichtlich vom Arzt oder medizinischem Fachpersonal ausgelöst werden, zum Beispiel für eine Blutentnahme oder im Rahmen der Venendiagnostik. Bei dieser temporären Form der Venenstauung wird ein Stauschlauch oder eine Blutdruckmanschette um die Extremität gewickelt und die zu stauenden Gefäße von außen abgedrückt.

  • CAVE: Für manche Bestimmungen (z.B. Ammoniak, Laktat) ist es erforderlich, die Blutentnahme ohne Stauung der Venen durchzuführen, da ansonsten die im Labor gemessenen Werte falsch hoch ausfallen.

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