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Pseudohyperkaliämie

1 Definition

Bei einer Pseudohyperkaliämie zeigt der Laborbefund falsch erhöhte Kaliumkonzentrationen im Serum. Es liegen keine Symptome einer echten Hyperkaliämie vor. Nachgehende Kontrolluntersuchungen des Kaliums aus dem Blutplasma liefern normale bzw. niedrigere Werte, sofern die Ursache zuvor eine erhöhte Zellzahl war.

2 Hintergrund

Plasma zur Bestimmung des Serumkaliums ist nur geeignet, wenn das Antikoagulans kein Kalium enthält, d.h. Heparinplasma und kein Na/K-EDTA-Plasma.

3 Auslöser

Eine Pseudohyperkaliämie kann verschiedene Ursachen haben. Häufig wird sie durch eine Hämolyse bei der Blutentnahme hervorgerufen, beispielsweise bei zu langer Stauung vor der Punktion oder zu schneller Aspiration des Blutes durch englumige Kanülen. Weitere mögliche Auslöser einer Pseudohyperkaliämie sind:

4 Klinik

Eine zufällig und insbesonders unerwartet aufgetretene Hyperkaliämie sollte stets nochmals durch Bestimmung der Kaliumkonzentration im Blutplasma kontrolliert werden. Hinweisend für das Vorliegen einer Pseudohyperkaliämie sind das Fehlen der typischen Symptome wie z.B. Herzrhythmusstörungen und charakteristischer EKG-Veränderungen.

5 Präanalytik

Die einfachste Möglichkeit zur Verbesserung der Präanalytik ist eine Zentrifugation der Blutprobe und Abtrennung des Serums bzw. Plasmas, wenn die Analytik nicht zeitnah erfolgen kann.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Juli 2022 um 18:16 Uhr bearbeitet.

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