Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Progesteronrezeptor

Synonyme: PR, PGR, NR3C3
Englisch: progesterone receptor, nuclear receptor subfamily 3 group C member 3

1 Definition

Der Progesteronrezeptor, kurz PR, gehört zu den Steroidrezeptoren und zählt somit zu den nukleären Rezeptoren. Er wird durch Progesteron und andere Gestagene aktiviert und spielt eine wichtige Rolle für das Sexualhormonsystem. Man unterscheidet die Isoformen PR-A und PR-B.

2 Genetik

Der PR wird von dem PGR-Gen auf Chromosom 11 an Genlokus 11q22 kodiert. Durch Nutzung alternativer Promoter werden die beiden Isoformen PR-A und PR-B gebildet.

3 Biochemie

PR-A hat eine Länge von 769 Aminosäuren und ein Molekulargewicht von 82 kDa, PR-B eine Länge von 933 Aminosäuren und ein Gewicht von rund 99 kDa.

Der Progesteronrezeptor besteht aus einer N-terminalen regulatorischen Domäne, einer DNA-bindenden Domäne, einer C-terminalen Liganden-bindenden Domäne sowie einem Gelenkbereich. Darüber hinaus besitzt PR-B eine spezielle Transaktivierungsdomäne am N-Terminus, die sich bei PR-A nicht findet.

4 Funktion

In Abwesenheit eines Liganden liegt der Progesteronrezeptor als Monomer im Zellkern vor. Wenn Progesteron oder ein anderer Ligand bindet, kommt es zur Phosphorylierung und in weiterer Folge zur Dimerisierung des Rezeptors. Dabei entstehen PR-A-Homodimere oder Heterodimere aus beiden Isoformen. Die Dimere binden an die DNA und können die Transkription verschiedener Gene entweder aktivieren oder inhibieren.

Dabei ist PR-A vorwiegend für die transkriptionelle Hemmung der Expression anderer Steroidrezeptoren (z.B. Östrogenrezeptoren) sowie für die hemmende Wirkung auf die Proliferation des Endometriums verantwortlich. PR-B hingegen vermittelt viele stimulatorische Effekte des Progesterons wie z.B. die Proliferation der Brustdrüsen.

5 Liganden

5.1 Agonisten

5.2 Antagonisten

5.3 Gemischt

6 Klinik

Manche Mammakarzinome exprimieren Progesteronrezeptoren. Um dies zu ermitteln, wird ein spezielles Markierungsverfahren angewandt. Reagiert mehr als ein Prozent aller Tumorzellen darauf, wird der Tumor als PgR+ (Progesteronrezeptor-positiv) klassifiziert.

7 Quellen

Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2022 um 15:58 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (5 ø)

203 Aufrufe

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: