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Pia mater

von griechisch: pia - weich
Englisch: pia mater

1 Definition

Die Pia mater ist als Teil der Leptomeninx eine direkt dem Gehirn und Rückenmark aufliegende Bindegewebsschicht.

2 Anatomie

Man unterscheidet topografisch in:

  • Pia mater encephali: Sie umgibt das Gehirn.
  • Pia mater spinalis: Sie umgibt das Rückenmark.

Die Pia mater encephali befindet sich unterhalb der Arachnoidea mater und liegt somit den Sulci und Gyri des Gehirns und dem Rückenmark direkt auf. Sie ist mit der Membrana limitans gliae superficialis fest verbunden. Oberhalb der Pia mater lässt sich das Cavum subarachnoidale, der so genannte Subarachnoidalraum, finden, der den äußeren Liquorraum darstellt und mit Liquor cerebrospinalis gefüllt ist.

Die Pia mater besteht aus zartem, weichem Bindegewebe und enthält viele Blutgefäße. Zusammen mit den Laminae tectoriae bildet sie die Plexus choroidei der Hirnventrikel.

Die Pia mater spinalis umgibt das Rückenmark und dringt in die Fissura mediana anterior und die Sulci ein, um so Spinalnervenwurzeln, Spinalganglien und proximale Anteile der Spinalnerven zu umhüllen.

3 Pathologie

Eine Reizung der Hirnhäute mit starkem Fieber, Erbrechen, Apathie, Nackensteife und weiterem wird als Meningitis bezeichnet und stellt eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung dar. Sie kann bakteriell oder viral hervorgerufen werden.

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