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Olanzapin

Handelsnamen: Zyprexa® u.a.
Synonym: Olanzapinum
Englisch: olanzapine

1 Definition

Olanzapin gehört zu den atypischen Neuroleptika mit dem geringsten Risiko für die Enstehung von EPS.

2 Chemie

Die chemische Bezeichnung für Olanzapin ist 2-Methyl-10-(4-methylpiperazin-1-yl)-4H-3-thia-4,9-diazabenzo[f]azulen. Die Summenformel lautet C17H20N4S.

3 Indikationen

4 Wirkmechanismus

Neuroleptika werden in der Schizophrenie-Therapie eingesetzt, da sie antipsychotisch und sedierend wirken. Sie lassen sich in Generationen aufteilen und können innerhalb dieser nochmal nach ihrer jeweiligen pharmakologischen Potenz gegliedert werden:

1. Generation:

2. Generation: atypische Neuroleptika (z.B. Olanzapin, Clozapin, Quetiapin, Risperidon)

Da Psychosen vor allem auf die Wirkung der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin zurück zu führen sind, müssen auch entsprechend deren Rezeptoren im ZNS gehemmt werden. Verschiedene Arzneistoffe binden somit kompetitiv D2- (Dopamin-) oder 5HT2- (Serotonin-) Rezeptoren und regulieren somit als Antagonisten den Einfluss der Neurotransmitter auf die Psyche.

Olanzapin ist ein solcher Dopaminantagonist, der die Dopamin-Rezeptoren blockiert und dadurch die Wirkung von Dopamin hemmt, jedoch nur 40-60% davon im Striatum. Deshalb ruft es weniger EPS hervor als andere Neuroleptika mit einer solchen Potenz. Es zeigt weiter eine Affinität zu Serotonin-Rezeptoren auf, wodruch dieselbe Wirkung erreicht wird. Auch andere Rezeptoren (in diesem Fall MAChRezeptoren, Adrenorezeptoren und Histamin-Rezeptoren) werden durch Olanzapin aktiviert, was zusätzliche Nebenwirkungen nach sich zieht. Alles in allem stellt Olanzapin was die Wirkung sowie die Nebenwirkungen betrifft eine abgeschwächte Form des Clozapins dar. Ein Agranulozytose-Risiko besteht im Gegensatz zum Clozapin jedoch kaum.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

Olanzapin darf nicht zusammen mit weiteren Medikamenten eingenommen werden, die eine Agranulozytose hervorrufen können (z.B. Carbamazepin). Weiterhin stellt das Risiko eines Engwinkelglaukoms eine Kontraindikation dar.

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