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Lithiumintoxikation

1 Definition

Eine Lithiumintoxikation ist eine Vergiftung mit Lithium. Sie entsteht bei Serumkonzentrationen von über 1,5 mmol/l, wobei Werte ab 3,5 mmol/l letal sein können.

2 Hintergrund

Lithium hat eine geringe therapeutische Breite. Aus diesen Gründen ist eine regelmäßige Kontrolle der Serumkonzentration notwendig. Der langfristige Zielbereich liegt bei 0,5-0,8 mmol/l.

3 Ursachen

4 Symptome

Bei einer Lithiumintoxikation gelten Faszikulationen als erste Warnsignale. Im Verlauf treten folgende Symptome auf:

Bei einem schweren Verlauf treten Rigor, Hyperreflexie, generalisierte Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen und Oligurie mit Niereninsuffizienz hinzu.

5 Therapie

Je nach Ausprägung der Intoxikationssymptomatik sind verschiedene therapeutische Maßnahmen zu ergreifen. Grundsätzlich gilt, dass Lithium sofort abgesetzt werden muss. Die Elimination von Lithium wird beschleunigt durch:

Oft entsteht die Lithiumintoxikation auf dem Boden eines Natriumverlustes, insb. bei Dehydratation. Daher ist ein Ausgleich des Wasser-Elektrolyt-Haushalts durch Gabe von 0,9%iger NaCl-Lösung i.v. sinnvoll. Bei schwerem Verlauf ist eine intensivmedizinische Behandlung zur Sicherung der Vitalfunktionen und zur Therapie möglicher Komplikationen notwendig.

Fachgebiete: Toxikologie

Diese Seite wurde zuletzt am 26. August 2020 um 17:12 Uhr bearbeitet.

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