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Konsolidierung (Radiologie)

Englisch: pulmonary consolidation, air space opacification

1 Definition

In der Radiologie versteht man unter Konsolidierung eine pathologische Flüssigkeits- oder Zellvermehrung im alveolären Lungengewebe, die sich in der Bildgebung als homogene Verschattung bzw. Verdichtung darstellt.

2 Hintergrund

Konsolidierungen entstehen in der Regel durch einen Flüssigkeitsausstrom in die Lungenalveolen und die angrenzenden Atemwege, meist durch Exsudation oder Transsudation. Es kann sich jedoch auch um Zellen (Immunzellen, Erythrozyten) bzw. Zelldebris oder inhaliertes Wasser handeln. Die pathologischen Prozesse führen zu einer kompletten Verdrängung der Luft aus den Alveolarräumen. Das normalerweise transparente Lungengewebe wird durch die Substanzansammlung undurchlässig für Röntgenstrahlen. Gefäße und Bronchialwände werden maskiert. Offene Bronchien können innerhalb der Konsolidierung erkennbar sein (Aerobronchogramm).

3 Abgrenzung

4 Ursachen

Die häufigste Ursache für eine Konsolidierung ist eine Entzündung des Lungenparenchyms im Rahmen einer Pneumonie. Weitere Ursachen sind u.a.:

5 Differenzialdiagnostik

Je nach Vorliegen von weiteren Bildmustern ergeben sich verschiedene Differenzialdiagnosen:[1]

Befunde Differenzialdiagnosen
Keine weiteren Muster
Milchglastrübungen
Verkalkungen
Kavitäten
  • Septische Embolien
  • Granulomatose mit Polyangiitis
  • Tuberkulose
  • selten z.B. Lungenmetastasen
Rundherde

6 Quellen

  1. Wormanns D, Hrsg. Thoraxdiagnostik. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2016

Diese Seite wurde zuletzt am 14. April 2021 um 23:34 Uhr bearbeitet.

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