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Anaerobier

von altgriechisch: ἀήρ ("aer") - Luft
Synonym: Anaerobiont

1 Definition

Als Anaerobier bezeichnet man Mikroorganismen, die in Sauerstoff-freiem Milieu leben können oder müssen. Mikroorganismen, die für ihren Stoffwechsel Sauerstoff benötigen, heißen demgegenüber Aerobier.

2 Grundlagen

Anaerobe Mikroorganismen greifen bei der Energiegewinnung (bzw. ATP-Generierung) aus organischen Verbindungen wie Glucose auf zwei Prozesse zurück:[1]

Da die Energieausbeute dieser Prozesse gegenüber der aeroben Respiration (Oxidation mit O2) deutlich geringer ausfällt, weisen vor allem obligate Anaerober im Allgemeinen ein vergleichsweise langsames Wachstum auf.

3 Einteilung

3.1 ...nach O2-Toleranz und Stoffwechselverhalten

Die Gründe für ein Überleben ausschließlich unter Sauerstoffausschluss sind speziesspezifisch. Häufig fehlen Enzyme wie die Superoxid-Dismutase, Katalase und Peroxidase, um reaktive Sauerstoffspezies zu entfernen.

3.2 ...nach Sporenbildung

4 Labormedizin

4.1 Materialien

Der Anaerobier-Nachweis kann in verschiedenen Materialien erfolgen:

4.2 Untersuchungsdauer

Die Untersuchung durch Kultivierung der Erreger dauert mindestens 4 Tage. Alternativ oder parallel kann eine Multiplex-PCR durchgeführt werden, die schnellere Ergebnisse liefert.

5 Quellen

  1. Suerbaum, Burchard, Kaufmann, Schulz (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. 9. Auflage. Springer, 2020. S. 244f.

Laborlexikon.de; abgerufen am 02.02.21

Fachgebiete: Mikrobiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Mai 2022 um 20:56 Uhr bearbeitet.

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