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ANA-IFT

(Weitergeleitet von ANA-IIF)

Synonym: ANA-IIF

1 Definition

ANA-IFT ist die Abkürzung für einen Immunfluoreszenztest zum Nachweis antinukleärer Antikörper.

2 Prinzip

Das Blutserum des Patienten wird in verschiedenen Verdünnungsstufen mit humanen Epithelzellen (HEp-2-Zellen) aus einer Zellkultur und Primatenleber inkubiert. Dabei reagieren evtl. im Serum vorhandene Antikörper mit den korrespondierenden Antigenen der Epithel- bzw. Leberzellen.

Die gebundenen IgG-Antikörper werden in einem zweiten Schritt mit Fluorescein-beladenem Anti-Human-IgG markiert und so im Fluoreszenzmikroskop sichtbar gemacht. Dabei entstehen verschiedene, typische Fluoreszenzmuster, die auf die Art der vorliegenden Autoantikörper hinweisen.

3 Titer

Die höchste Verdünnungsstufe des Patientenserums, bei der noch Antigen-Antikörper-Komplexe entstehen, gibt den ANA-Titer an. Je höher der Titer, desto höher ist die Antikörperkonzentration im Serum. Die Referenzbereiche für den ANA-IFT sind:

Titer Testergebnis
≤ 1:80 negativ
> 1:80 bis ≤ 1:320 positiv
> 1:320 deutlich positiv

4 Fluoreszenzmuster

Fluoreszenzmuster Zielantigen
homogen
  • DNS
  • Histone
gesprenkelt
  • nRNP
  • Sm (Smith)
  • SSA (Ro)
  • SSB (La)
  • Scl70
  • Jo-1
  • PCNA (Cyclin)
nukleolär
  • Scl70
  • Pm-Scl
  • Fibrallin
  • RNS-Polymerase
  • NOR-90
ringförmig Laminin
centromer Zentromerpolypeptide

5 Indikationen

Der ANA-IFT wird bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung durchgeführt, z.B. bei SLE, Sklerodermie, Dermatomyositis/Polymyositis, CREST-Syndrom, Sjögren-Syndrom, Autoimmunhepatitis oder primär biliärer Zirrhose (PBC).

6 Aussagekraft

Der Test besitzt eine hohe Sensitivität, jedoch eine geringe Spezifität. Das liegt daran, dass die Fluoreszenzmuster des ANA-IFT nicht spezifisch für einen bestimmten Antikörper sind. Da nicht jeder Autoantikörper automatisch pathogen ist, kommt es zu falsch positiven Ergebnissen. Darüber hinaus kann der ANA-IFT auch im Rahmen von Infektionen und bei Einnahme bestimmter Medikamente erhöhte Titer zeigen.

Bei positivem Testergebnis sollten deshalb in einem zweiten Schritt spezifische antinukleäre Antikörper durch ELISA oder Immunblot bestimmt werden. Diese Antikörper richten sich gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENAs), und werden auch als ENA-Antikörper oder anti-ENAs bezeichnet. Allerdings können nicht alle Fälle mit hohem ANA-Titer durch extrahierbare nukleäre Antigene geklärt werden, da viele Antigene noch nicht identifiziert sind.

Für die Verlaufsdiagnostik ist der ANA-IFT nicht geeignet, da die Titerhöhe nicht mit der Krankheitsaktivität korreliert.

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Fachgebiete: Labormedizin

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