Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

AA-Amyloidose

1 Definition

Die AA-Amyloidose, kurz AA, ist eine Form der Amyloidose, bei der die unlöslichen Fibrillen aus einem Teil von Serumamyloid A (SAA) bestehen. Sie ist die einzige systemische Amyloidoseform, die bei Kindern auftreten kann.

2 Ätiologie

Die AA-Amyloidose betrifft weniger als 2 % der Patienten mit chronisch entzündlichen oder infektiösen Erkrankungen. Dazu zählen u.a.:

Auch ein Zusammenhang mit Morbus Castleman, Lymphomen und dem Nierenzellkarzinom wurde beschrieben. Bei bis zu 30 % der Patienten lässt sich keine Grunderkrankung identifizieren.

3 Klinik

Die AA-Amyloidose betrifft üblicherweise als erstes die Nieren (Proteinurie). Im Verlauf können Hepatomegalie, Splenomegalie, Kardiomyopathie und autonome Neuropathie auftreten. Klinisch ist die AA-Amyloidose nicht zuverlässig von einer AL-Amyloidose zu unterscheiden.

4 Pathologie

Die AA-Amyloidfibrillen bestehen meist aus einem 8 kDa schweren N-terminalen Teil des Proteins Serumamyloid A. Es handelt sich um ein Akute-Phase-Protein, das in der Leber gebildet und im Plasma durch HDL-3 transportiert wird.

5 Therapie

Bei der AA-Amyloidose muss die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden. Beim familiären Mittelmeerfieber wird Colchicin verabreicht. Teilweise werden TNF- und IL-1-Antagonisten eingesetzt. Eprodisat zeigte in Phase-III-Studien keine Wirkung.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Oktober 2021 um 22:00 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (3.33 ø)

40.949 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: