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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Zink

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: zinc

1. Definition [bearbeiten]

Zink ist für den Menschen ein wichtige Spurenelement, das mit der Nahrung zugeführt werden muss.

2. Bedarf, Aufnahme und Transport [bearbeiten]

Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen liegt in etwa bei 10-15mg. Im Körper finden sich etwa 2-3g Zink, welches zu 99% intrazellulär vorliegt.

Die Resorption erfolgt energieabhängig an der Mukosa des Dünndarm, wobei nur etwa 10-40% des Zinks aus der Nahrung aufgenommen werden. Für die resorption verantwortlich ist das Zip4 Protein, das einen hohen ANteil an der Aminosäure Cystein aufweist. Die genaue resorbierte Menge ist dabei von der Quelle abhängig, Zink aus pflanzlicher Nahrung wird schwerer aufgenommen als aus fleischhaltiger Kost.

Der Transport erfolgt über Bindung an Plasmaprotein, wobei das Albumin hier die größte Rolle spielt.

3. Ausscheidung [bearbeiten]

Die Ausscheidung erfolgt über die Faeces als Bestandteil der Galle und des Pankreassaftes. Im Blut wird Zink überwiegend im Erythrozyten transportiert, Zn-Blut: bis 8 mg/Liter; Zn-Serum/Plasma: 0,6-1,2 mg/Liter; Zn-Urin: >140 Milrogramm/Gramm Kreatinin;

4. Regulation [bearbeiten]

Die Konzentration des Zinks im Plasma folgt einem zirkadianen Rhythmus. Darüber hinaus wird die Aufnahme in das Gewebe durch Interleukin 1 und Interleukin 6, die Aufnahme in die Leber durch Glukokortikoide stimuliert.

5. Funktion [bearbeiten]

Als Spurenelement erfüllt das Zink verschiedene Aufgaben im Organismus.

5.1. Cofaktor und Stabilisator [bearbeiten]

Viele Enzyme benötigen Zink als Cofaktor. Unter den mehr als 70 Zink-Metalloenzymen befinden sich zahlreiche Dehydrogenasen (z.B. Alkohol-Dehydrogenase, Lactat-Dehydrogenase, Malat-Dehydrogenase, alkalische Phosphatase, Pankreas-Carboxypeptidase, Carboanhydrase, Superoxid-Dismutase und Matrix-Metalloprotease.

Außerdem werden durch Zink Proteinstrukturen stabilisiert, was die Membranfluidität beeinflusst.

5.2. Genexpression [bearbeiten]

Auch in der Genexpression wird Zink als Bestandteil regulatorischer DNA-Bindungsproteine, so gennante Zinkfingerproteine, benötigt. Darüber hinaus tritt es auch in Wechselwirkung mit tRNA.

5.3. Immunsystem [bearbeiten]

T-Lymphozyten werden durch ein Oligopeptid namens Thymulin stimuliert, welches Zink enthält.

5.4. Hormonhaushalt [bearbeiten]

Ein weiterer Wirkungsbereich des Zinkes befindet sich im Hormonhaushalt. Besonders im Pankreas und den Hoden findet sich ein hoher Zink-Gehalt, da die Bildung des Testosterons und die Speicherung des Insulins (als Insulin-Zn-Komplex) mit Hilfe von Zink stattfindet.

6. Mangelerscheinungen [bearbeiten]

6.1. Angeborener Zinkmangel [bearbeiten]

Der hereditäre Zinkmangel ist Bestandteil des Krankheitsbildes der Acrodermatitis enteropathica, welche eine sehr seltene autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung darstellt, bei der es zu einer Resorptionsstörung vorliegt.

6.2. Erworbener Zinkmangel [bearbeiten]

Der erworbene Zinkmangel kann akut oder chronisch sein.

Akut tritt er zum Beispiel im Rahmen von Infektionen, Entzündungen und Stresssituationen auf.

Der chronische Mangel tritt im Rahmen von parenteraler Ernährung ohne Zinksubstitution auf. Weitere Gründe für chronischen Zinkmangel können Resorptionsstörung und Leberzirrhose sein.

6.3. Symptome [bearbeiten]

Durch die vielfältigen Wirkungen von Zink sind auch die Störungen bei Zinkmangel weitreichend.

Unter anderem kann es zu Wundheilungsstörungen kommen, da Zink indirekt Wachstum und Differenzierung des Bindegewebes sowie direkt die Bindegewebsproduktion und die Verhornung der Haut beeinflusst.

Zusätzlich kann Zinkmangel noch zu Fertilitäts- und Wachstumsstörungen, Abwehrschwäche und Veränderungen an Haut und Nägeln führen.

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