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Albumin

1 Definition

Albumin ist ein Protein, das zur Gruppe der Plasmaproteine gehört. Menschliches Albumin nennt man Humanalbumin.

2 Biochemie

Gebildet werden die Albumine in der Leber. Sie besitzen ein Molekulargewicht von ca. 66 kDa und bestehen aus ca. 580 bis 590 Aminosäuren. Sie haben Ampholyt-Charakter - das heißt sie können sowohl Anionen, als auch Kationen reversibel binden. Ihr Anteil am Blutplasma beträgt rund 3,5-4,5 g/dl, was etwa 40% ihrer Gesamtmenge ausmacht. Die restlichen 60% befinden sich im Extrazellulärraum und sind beispielsweise in der Tränenflüssigkeit, Schweiß und Speichel nachweisbar. Gegenüber der anderen Hauptgruppe der Plasmaproteine, den Globulinen, stellen die Albumine mit 60% den größeren Anteil dar.

Die biologische Halbwertzeit von Albumin im Blut beträgt etwa 20 (17-27) Tage.

3 Aufgaben

Albumin dient im Blut als Transportprotein für viele kleinmolekulare Verbindungen, zum Beispiel:

Da es das Protein mit der höchsten Konzentration im Blut ist, sorgt es wesentlich für den kolloidosmotischen Druck des Blutplasmas.

4 Medizinische Bedeutung

Serumalbumin ist ein häufig verwendeter Parameter in der Labordiagnostik. Klinisch bedeutsam ist ein verminderter Albuminspiegel (Hypoalbuminämie), der ein Marker für einen Synthesedefekt der Leber ist (Leberzirrhose, Hepatitis etc.).

Die Messung von Albumin im Liquor gehört zum Basisprogramm der Liquordiagnostik. Albumin im Urin (sog. "Mikroalbuminurie") ist ein früher Marker für Nierenschäden.

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