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Kupfer

Chemisches Kürzel: Cu
von lateinisch: cuprum - Kupfer
Englisch: copper

1 Definition

Kupfer ist ein zweiwertiges zu den Übergangsmetallen gehörendes chemisches Element mit der Ordnungszahl 29 und einem mittlerem Atomgewicht von 63,55 u.

Kupfer ist ein für den menschlichen Organismus essentieller Mineralstoff (Spurenelement), der mit der Nahrung aufgenommen wird.

2 Stoffwechsel

Kupfer wird im Darm resorbiert und an Albumin gebunden zur Leber transportiert. In der Leber wird Kupfer in eine Menge von 10-15 mg gespeichert. Kupfer kann von der Leber aus an das spezifische Transportprotein Coeruloplasmin gebunden in das Blut sezerniert werden. Nur ein kleiner Teil des Kupfers liegt im Blutserum als "freies" Kupfer vor. Die Ausscheidung von Kupfer erfolgt über die Galle.

Der Referenzbereich für das Serumkupfer liegt zwischen 12,6 - 25,2 μmol/l.

3 Zufuhr und Vorkommen

Die tägliche Kupferzufuhr beträgt ca. 2-5 mg. Davon werden ca. 0,5 bis 2 mg resorbiert. Kupferreiche Nahrungsmittel sind insbesondere Leber, Bohnen, Fisch und Nüsse.

4 Funktion

Kupfer ist ein essentieller Bestandteil für eine Reihe von Enzymsystemen (z.B. Monoaminoxidase, Cytochrom-Oxidase).

5 Pathophysiologie

Ein Kupfermangel ist aufgrund des ausreichenden Gehalts in der Nahrung kaum zu erwarten. Eine zu hohe Kupferzufuhr kann zur Kupferintoxikation führen (Hämolyse, Nierenversagen).

Zu einer Überladung des Organismus mit Kupfer kommt es im Rahmen der Stoffwechselerkrankung Morbus Wilson. Ein erhöhter Kupfergehalt der Leber lässt sich bei der primär biliären Zirrhose nachweisen.

6 Klinik

Um Störungen des Kupferstoffwechsels festzustellen, werden laborchemisch u.a. das Serumkupfer und der Coeruloplasmin-Spiegel bestimmt.

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