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Postgastrektomiesyndrom

Synonym: agastrisches Syndrom

1 Definition

Als Postgastrektomiesyndrom bezeichnet man Beschwerden, die nach tota­ler oder subtotaler Entfernung des Magens (Magenresektion bzw. Gastrektomie) auf­treten­.

2 Hintergrund

Die Symptome des Postgastrektomiesyndroms sind durch die gestörte oder mangelhafte Funktion des operierten oberen Gastrointestinaltrakts bedingt. Der Speisebrei gelangt dabei zu schnell und unfraktioniert in den Dünndarm, unter Verlust der wichtigen Verdauungs- und Reservoirfunktionen des Magens. Durch Schaffung einer Gastrojejunostomie oder Ösophagojejunostomie gelangt der Speisebrei zudem direkt in das Jejunum, ohne dabei das Duodenum zu passieren. Folgen sind ein Mangel an Pankreas- und Gallensekreten, sowie eine Maldigestion und verschiedene weitere Mangelsyndrome.

3 Beispiele

Zu den Postgastrektomiesyndromen zählen u.a. folgende:

4 Klinik

Mögliche Symptome des Postgastrektomiesyndroms sind:

5 Therapie

Die The­rapie er­folgt durch eine entsprechende Diät und Substitution von Pankreasenzymen, Eisen und Vitamin B12. Außerdem werden häufige und kleine Mahlzeiten empfohlen. Als Ultima ratio kann eine Billroth-II-Konfiguration in eine Billroth-I-Konfiguration umgewandelt werden, um das Duodenum wieder einzuschalten. Hierbei muss allerdings das steigende Risiko für eine Typ-C-Gastritis durch den Gallereflux mitberücksichtigt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2020 um 18:31 Uhr bearbeitet.

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