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Gastrektomie

Englisch: gastrectomy

1 Definition

Die Gastrektomie ist als Maximalform der Magenresektion die vollständige chirurgische Resektion des Magens.

2 Indikationen

3 Vorgehen bei der Operation

Unter Vollnarkose werden über eine mediane Laparotomie der Magen und seine versorgenden Blutgefäße dargestellt. Der Magen wird im Folgenden an Ösophagus und Duodenum abgesetzt. Im Rahmen des kurativen Ansatzes erfolgt eine Lymphadenektomie der Lymphknotenkompartimente I und II. Zu Kompartiment I zählen alle Lymphknoten entlang der direkt dem Magen anliegenden Gefäße, also entlang der Kurvaturen, um den Pylorus herum und an der Kardia des Magens. Kompartment II wird durch Lymphknoten im Bereich des Pankreaskopfes, Duodenums und der stammnahen Gefäße des Truncus coeliacus gebildet.

Bei Bedarf einer höheren Radikalität des Eingriffes werden Lymphknoten des Kompartiments III reseziert. Es handelt sich um die retroperitonealen Lymphknoten vor und hinter dem Pankreas, linksseitig bis an den Nierenpol heranreichend, kranialwärts unter der Mitnahme paraaortaler Lymphknoten.

Die Wiederherstellung der Passage erfolgt durch die Roux-Y-Rekonstruktion oder alternativ durch ösophagoduodenale Jejunuminterposition. Die Reservoirfunktion des Magens kann teilweise durch Ausbildung eines Pouch aus Jejunum wiederhergestellt werden.

4 Folgen

Infolge einer Gastrektomie kann es zu Insuffizienzen und/oder Stenosen der Anastomosen, insbesondere der Anastomose zwischen Ösophagus und Jejunum kommen. Weiterhin sind Dumping-Syndrome und Schlingensyndrome verschiedenen Ausmaßes mögliche Komplikationen.

Nach einer Gastrektomie sind die Patienten zudem nicht mehr zur Produktion von Salzsäure und Intrinsic factor befähigt. Daher muss Cobalamin substituiert werden. Zusätzlich werden zur Substitution von Verdauungsenzymen Pankreasfermente oral eingenommen.

Fachgebiete: Viszeralchirurgie

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