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Magenresektion

1 Definition

Als Magenresektion wird die Resektion des gesamten Magens beziehungsweise von Anteilen des Magens bezeichnet.

2 Formen

Je nach Indikation sind mehrere Abstufungen einer Magenresektion möglich. Eine isolierte Antrumresektion kommt vor allem bei konservativ nicht beherrschbarem Ulcus ventriculi und dessen Komplikationen in Betracht.

Weitere teilweise resezierende Verfahren sind die Billroth-I-Resektion, Billroth-II-Resektion und die Roux-Y-Rekonstruktion. Diese Verfahren können abhängig von der Indikationsstellung bei Ulcusleiden und Magenkarzinomen zur Anwendung kommen. Allen Verfahren gemeinsam ist eine Resektion der distalen zwei Drittel des Magens.

Die Entfernung des gesamten Magens wird als Gastrektomie bezeichnet und wird vor allem bei Magenkarzinomen in Verbindung mit einer systematischen Lymphadenektomie und Resektion des Omentum majus vorgenommen. Nur Magenfrühkarzinome und ein Carcinoma in situ des Magens können erfolgreich durch eine der oben genannten Teilresektionsverfahren behandelt werden.

3 Rekonstruktionsverfahren

Nach einer Magenresektion sind zur Verbesserung der Komplikationen nach der Operation (Dumping-Syndrom, Schlingensyndrom) Rekonstruktionsverfahren anzuwenden. Das gängigste Rekonstruktionsverfahren nach Gastrektomie ist hierbei die Roux-Y-Rekonstruktion mit Ösophagojejunostomie. Alternativ kann eine Ösophagoduodenale Jejunuminterposition erfolgen.

Beide Rekonstruktionsverfahren können mit Formung eines Pouch kombiniert werden - dabei wird aus Jejunum ein Ersatzmagen geformt.

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Fachgebiete: Viszeralchirurgie

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