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Laurén-Klassifikation

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1 Definition

Die Laurén-Klassifikation ist eine histologische Klassifikation zur Einteilung der Magenkarzinome, die u.a. Bedeutung für die Prognose und Operationsplanung hat. Sie kennt zwei Kategorien, in die sich ein Großteil der Karzinome des Magens (ca. 85%) einordnen lässt.

2 Einteilung

2.1 Intestinaler Typ (ca. 50%)

Dieser Typ zeichnet sich durch drüsenartige Verbände von Tumorzellen aus, die gastrale oder intestinale Muzine bilden. Namensgebend ist die pathogenetische Entstehung der Neoplasie aus einer intestinalen Metaplasie bei chronischer Gastritis.

In der histologischen Differenzierung erinnert der intestinale Typ mit vorwiegend polypösem Wachstum an kolorektale Adenokarzinome. Die Tumorverbände wachsen meist lokal begrenzt und sind daher tendenziell mit besseren Prognosen vergesellschaftet als das Karzinom vom diffusen Typ.

2.2 Diffuser Typ (ca. 40%)

Wie der Name nahe legt, wachsen diese Karzinome diffus-infiltrativ und sind eher schlecht differenziert. Histologisch sind Siegelringzellen ein typischer Befund. Da den Tumorzellen bestimmte Zelladhäsionsmoleküle (wie z.B. E-Cadherin) fehlen, wachsen sie verstreuter sowie infiltrativer als das Karzinom vom intestinalen Typ und bilden eher wenige drüsige Verbände.

2.3 Mischtypen (5-10%)

Wenn sich pathologisch sowohl intestinale als auch diffuse Abschnitte im Präparat finden, entspricht die Behandlung dem diffusen Typ (5 cm vs. 8 cm Sicherheitsabstand bei Resektion).

siehe auch: Magenkarzinom

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