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Laktation (Hund)

Patrick Steinmeyer
Student/in (andere Fächer)
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Definition

Die Laktation beim Hund bezeichnet die physiologische Produktion und Sekretion von Milch durch die Milchdrüsen der Hündin zur Ernährung der Welpen. Sie ist Teil des reproduktiven Zyklus und beginnt unmittelbar nach der Geburt beziehungsweise bereits kurz pränatal.

Physiologische Grundlagen

Die Laktation wird hormonell gesteuert und ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels mehrerer Hormone:

  • Progesteron: fällt präpartal abrupt ab und ermöglicht den Beginn der Milchsekretion
  • Prolaktin: Hauptverantwortlich für Milchbildung und -erhalt
  • Oxytocin: verantwortlich für den Milchejektionsreflex durch Kontraktion der Myoepithelzellen

Die maximale Milchproduktion wird in den ersten zwei bis drei Wochen post partum erreicht und passt sich dem Bedarf der Welpen an.

Zusammensetzung der Milch

Die Muttermilch der Hündin ist reich an:

  • Proteinen
  • Fetten
  • Laktose
  • Immunglobulinen

Das Kolostrum, welches in den ersten Lebenstagen gebildet wird, enthält hohe Konzentrationen an maternalen Antikörpern und ist essenziell für die passive Immunität der Welpen.

Klinische Aspekte

Normale Laktation

Eine physiologische Laktation ist gekennzeichnet durch:

  • pralle, schmerzlose Milchdrüsen
  • klare bis weißliche Milchsekretion
  • ungestörtes Säugeverhalten der Welpen

Störungen der Laktation

Häufige pathologische Zustände sind:

  • Agalaktie: fehlende Milchproduktion
  • Hypogalaktie: unzureichende Milchmenge
  • Galaktorrhoe: persistierende Milchsekretion ohne Trächtigkeit

Ursachen können hormonelle Dysbalancen, Stress, unzureichende Ernährung oder systemische Erkrankungen sein.

Mastitis

Die Mastitis stellt eine häufige Komplikation dar und äußert sich durch:

  • schmerzhafte, überwärmte Milchdrüsen
  • veränderte Milch (eitrig, blutig)
  • Allgemeinsymptome wie Fieber und Apathie

Sie erfordert eine zeitnahe tierärztliche Behandlung.

Scheinträchtigkeit

Bei der Hündin ist die Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität) ein häufiges Phänomen. Durch anhaltend erhöhte Prolaktinspiegel kann es auch ohne Trächtigkeit zu einer Laktation kommen. Klinisch zeigt sich dies durch Milchbildung, Nestbauverhalten und Verhaltensänderungen.

Diagnostik

Die Diagnostik basiert auf:

  • klinischer Untersuchung der Milchdrüsen
  • hormoneller Beurteilung bei Verdacht auf Störungen
  • mikrobiologischer Untersuchung der Milch bei Mastitisverdacht

Therapie und Management

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:

  • Optimierung der Fütterung und Flüssigkeitszufuhr
  • medikamentöse Prolaktinhemmung (z. B. Dopaminagonisten) bei pathologischer Laktation
  • antibiotische Therapie bei bakterieller Mastitis

Eine enge Überwachung von Hündin und Welpen ist essenziell.

Literatur (APA 7)

Concannon, P. W. (2011). Reproductive cycles of the domestic bitch. Animal Reproduction Science, 124(3–4), 200–210. https://doi.org/10.1016/j.anireprosci.2010.08.028

DocCheck Flexikon. (o. J.). Laktation. DocCheck Medizinlexikon.

Johnston, S. D., Root Kustritz, M. V., & Olson, P. N. S. (2001). Canine and feline theriogenology. Saunders.

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