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Kraniometrie

von lateinisch: cranium - Schädel und altgriechisch: métron - Maß

1 Definition

Die Kraniometrie ist als Teilgebiet der Morphometrie zuzuordnen und somit auch der quantitativen Anatomie. Zusammen mit der Kraniologie und der Kranioskopie bildet sie ein Teilgebiet der Phrenologie ("Schädellehre").

2 Verwendung

Mithilfe der Kraniometrie lassen sich anhand von morphologischen Schädelmerkmalen sowohl beim Mensch, als auch beim Tier, Aussagen über das Geschlecht und auch die Art treffen. Die Kraniometrie spielt u.a. eine Rolle in der Anthropologie, der Ethnologie, der Forensik und heutzutage vor allem in der Archäologie und der Paläoanthropologie. Dort wird sie vor allem für Rekonstruktionen verwendet.

3 Methodik

Bei der Kraniometrie werden die Maße direkt am lebenden oder toten Körper gemessen. Manche Messpunkte werden auch durch bildgebende Verfahren, wie z.B. das Röntgen, bestimmt.

4 Messpunkte

4.1 Messpunkte am knöchernen Schädel

Die wichtigsten Messpunkte sind auf den knöchernen Schädel bezogen und lauten wie folgt:

4.2 Messpunkte an den Gesichtsweichteilen

Weitere weichteildefinierte Punkte sind:

5 Bedeutung

Die Kraniometrie hat seit dem 20. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung verloren. Für Verwandtschaftsanalysen von Völkern werden heutzutage eher genetische Methoden benutzt. In der plastischen Chirurgie und der Kieferorthopädie finden einige Begriffe der Kraniometrie noch heute Gebrauch.

Tags:

Fachgebiete: Allgemeine Anatomie

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Juni 2020 um 14:33 Uhr bearbeitet.

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