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Hämostatikum

Synonym: Hämostyptikum
Englisch: hemostyptic, haemostatic agent

1 Definition

Hämostatika sind Medikamente, die über verschiedene Mechanismen Blutungen stillen. Wird die Gerinnung des Blutes gefördert, spricht man von Antihämorrhagika.

2 Lokale Anwendung

2.1 Vasokonstriktoren

Als lokale Vasokonstriktoren werden Schwermetallsalze mit eiweißdenaturierender Wirkung (Gewebeschrumpfung) eingesetzt.

  • Alaun/Kali-Alaun: schwefelsaures Doppelsalz der Elemente Kalium und Aluminium, das bei leichten Blutungen örtlich gefäßverengende Wirkung besitzt
  • Silbernitrat (AgNO3): Salz der Salpetersäure (adstringierende und antiseptische Wirkung)
  • Aluminiumchlorid (AlCl3): Stark adstringierend und leicht antiseptisch

2.2 Blutstillende Wundauflagen

3 Systemische Anwendung

  • Adrenalin: bewirkt das Zusammenziehen der Hautgefäße und eine Erweiterung der Herzkranzgefäße (Lokale Anwendung in der Zahnmedizin: seine gefäßverengende Wirkung verhindert die Verteilung der Lokalanästhetika)
  • Thrombokinase: Enzym das an der Blutgerinnung beteiligt ist
  • Etamsylat: in Form von Tabletten und als Injektionslösung im Handel (Dicynone) Etamsylat (C10H17NO5S; Mr = 263.3 g/mol)

4 Pflanzliche Wirkstoffe

Gerbstoffdrogen wie Johanniskraut, Hamamelis oder Frauenmantel fällen Eiweiße und haben somit eine abdichtende und entzündungshemmende Wirkung. Sie wirken adstringierend.

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