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Glaukomanfall

Synonym: Glaucoma acutum, akutes Winkelblockglaukom

1. Definition

Beim Glaukomanfall kommt es schlagartig zu einer deutlichen Erhöhung des Augeninnendrucks. Im Gegensatz zu den sonstigen Formen des Glaukoms ist das Geschehen hier nicht langwierig, sondern tritt plötzlich ein. Es handelt sich um einen ophthalmologischen Notfall.

2. Pathophysiologie

Beim Glaukomanfall kommt es zu einer plötzlich auftretenden Abflussstörung des Kammerwassers. Die häufigste Ursache ist hierbei eine Verlegung bzw. drastische Verengung des Kammerwinkels durch die Regenbogenhaut (Iris). Diesen Zustand bezeichnet man als Winkelblock oder Pupillarblock.

Durch die akute Abflussbehinderung des Kammerwassers kommt es innerhalb von kürzester Zeit zu einer extremen Erhöhung des Augeninnendrucks um teilweise mehr als den dreifachen Wert des Normalzustandes. Werte von bis zu 70 mmHg sind keine Seltenheit. In der Regel ist nur ein Auge von dem Glaukomanfall betroffen. Es handelt sich bei diesem Phänomen um einen medizinischen Notfall, der sofortiger augenärztlicher Behandlung bedarf, da sonst die Gefahr einer irreparablen Sehnervenschädigung besteht.

Stets ist eine genaue Untersuchung und – falls nötig – eine vorsorgende Operation am anderen Auge ebenfalls indiziert, da sich die anatomischen Gegebenheiten beider Augen in der Regel sehr ähneln. Bestimmte Medikamente, besonders anticholinerg wirkende Arzneimittel wie Antiemetika oder bestimmte Antidepressiva, können das Auftreten eines Glaukomanfalls begünstigen.

3. Symptome

4. Diagnose

  • Palpation des Augapfels
  • Erhebung einer Krankengeschichte (evtl. Einnahme von risikoträchtigen Medikamenten)
  • Messung des Augeninnendruckes
  • Untersuchung des Trabekelsystems

5. Therapie

5.1. Medikamentöse Therapie

Die initiale Behandlung des Glaukomanfalls zielt auf eine rasche Senkung des Augeninnendrucks ab. Hierzu kommen folgende Substanzen zum Einsatz:

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

Auch Betablocker i.v. können im Akutfall gegeben werden. Diese Maßnahmen sollten gegebenfalls auch bereits vom Hausarzt ergriffen werden, da akute Erblindungsgefahr besteht. Begleitend können Analgetika verabreicht werden. In der klinischen Versorgung kann auf eine Operation zur Verringerung des Augeninnendruckes nicht verzichtet werden.

5.2. Chirurgische Therapie

Kann eine konservative Senkung des Augeninnendrucks innerhalb von 6 Stunden erreicht werden, so erfolgt die operative Versorgung elektiv am nächsten Tag. Ist eine Senkung innerhalb von 6 Stunden nicht möglich, sollte eine notfallmäßige operative Versorgung angestrebt werden. Folgende chirurgische Maßnahmen kommen zum Einsatz:

5.3. Laser-Therapie

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