CMV-Colitis
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Definition
Eine CMV-Colitis ist eine Entzündung des Kolons (Kolitis), die durch eine Infektion mit Zytomegalieviren verursacht wird. Schwere klinische Symptome manifestieren nur bei schwerer Immunsuppression.
Ätiologie
CMV-Colitis tritt üblicherweise bei immunsupprimierten Patienten auf. Seltener tritt es bei immunkompetenten Patienten auf. CMV-Colitis wird durch einen latenten CMV-Erreger ausgelöst, der reaktiv wird. Doch auch neue Infektionen oder eine Infektion durch einen anderen CMV-Stamm kann eine Colitis auslösen. Asymptomatische Verläufe sind üblich. Ein Drittel der symptomatischen Verläufe sind auf eine Infektion durch einen anderen Stamm zurückzuführen.
Symptome
Die Symptomatik einer CMV-Colitis ist häufig unspezifisch. Patienten berichten oft von Diarrhö (nicht-blutig), Bauchschmerzen, Anorexie und Gewichtsverlust.
Diagnostik
In der Histologie sind Veränderungen einer infektiösen Kolitis bis zu einer ulzerienden Kolitis sichtbar. Typisch ist der Nachweis von Eulenaugenzellen. Der Nachweis des Erregers erfolgt zudem über die Serologie, CMV-Antigen Tests und eine Koloskopie (inkl. Biopsie).
Eine Differentialdiagnose zur CMV-Colitis ist die GvHD.
Therapie
Gegen den Erreger CMV ist eine antivirale Therapie indiziert (z.B. über Ganciclovir, Valganciclovir). Zudem sollte eine Reduktion der Immunsuppression angestrebt werden. In schweren Fällen ist eine Kolektomie notwendig.