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Kolektomie

Synonym: Dickdarmentfernung
Englisch: colectomy

1 Definition

Als Kolektomie bezeichnet man die partielle oder vollständige operative Entfernung des Dickdarms (Grimmdarm, Intestinum crassum). Wird das Colon zusammen mit dem Rektum entfernt, spricht man von einer Proktokolektomie.

2 Einteilung

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3 Indikationen

Mögliche Indikationen für eine Kolektomie sind:

Aus prophylaktischen Gründen wird eine Kolektomie manchmal bei Erkrankungen mit hohem Entartungsrisiko vorgenommen, z.B. bei einer familiären adenomatösen Polyposis oder einem Lynch-Syndrom.

4 Risiken

Zu den möglichen postoperativen Komplikationen der Kolektomie zählen u.a. Blutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Anastomoseninsuffizienz und Fistelbildungen.

5 Folgen

Der Grad der funktionellen Einschränkungen durch den Verlust von Dickdarmgewebe ist vom Ausmaß der Resektion und von der anschließenden Versorgung (ileoanaler Pouch, Enterostoma) abhängig. Bei einer partiellen Kolektomie kann das verbleibende Gewebe in der Regel den Verlust durch eine adpative Funktionssteigerung kompensieren. Bei einer subtotalen oder totalen Kolektomie ist vor allem die Rückresorption von Wasser und Elektrolyten, die eine der wesentlichen Funktionen des Kolons ist, beeinträchtigt. Dadurch kommt es zu chronischen Diarrhöen und damit verbunden zu einem ständigen Wasser- und Elektrolytverlust.

Tags:

Fachgebiete: Viszeralchirurgie

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