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Morbus Bowen

(Weitergeleitet von Bowen-Karzinom)

Synonyme: Bowen-Karzinom, Bowen-Hautkrebs, Dermatosis praecancerosa Bowen, Dyskeratosis maligna, Erythroplasie de Queyrat (Sonderform im Bereich der Schleimhäute)

1 Definition

Der Morbus Bowen stellt ein intraepidermales Carcinoma in situ der Haut dar.

2 Epidemiologie

Von der bowenoiden Präkanzerose sind Menschen jenseits des 40. Lebensjahres betroffen. Bei Männern tritt die Erkrankung häufiger auf als bei Frauen; der Hauttyp spielt bei der Entstehung des Morbus Bowen jedoch keine Rolle. Die bowenoide Präkanzerose ist seltener als die aktinische Keratose.

3 Klinik

Die Hautveränderungen im Rahmen eines Morbus Bowen ähneln denen der Psoriasis und des nummulärem Ekzems: makroskopisch sieht man scharf begrenzte, grotesk geformte, erythemato-squamöse und teilweise auch keratotische Veränderungen.

Der Morbus Bowen kann theoretisch an jeder Körperstelle auftreten; man findet ihn jedoch bevorzugt im Gesicht, am Rumpf, an den Händen und den Unterschenkeln. Kennzeichnend ist das solitäre Auftreten sowie die Persistenz der Erkrankung.

Das histologische Korrelat des Morbus Bowen im Bereich der Schleimhäute ist die Erythroplasia de Queyrat. Sie kommt an der Eichel und der Vorhaut des Penis, sowie an der Vulva vor. Auch die Mundschleimhaut und die Analregion können betroffen sein. Die Erythoplasie ist ein obligate Präkanzerose, die schnell in ein metastasierendes Karzinom übergeht.

4 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch muss eine Psoriasis und ein nummuläres Ekzem abgegrenzt werden.

5 Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Histopathologie gestellt.

6 Histopathologie

Histopathologisch zeigt sich eine Verbreiterung der Epidermis, in der sich zahlreiche atypische, dyskeratotische Zellen zeigen, wobei die Basalmembran jedoch nicht durchbrochen ist. Es handelt sich um ein Carcinoma in situ. Sollte die Basalmembran durchbrochen sein, spricht man vom Bowen-Karzinom.

7 Therapie

Als Therapieoptionen kommen in Betracht:

Fachgebiete: Dermatologie

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