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Lupus vulgaris

Synonym: Tuberculosis luposa cutis

1 Definition

Der Lupus vulgaris ist eine extrem chronische, schwere und progrediente Form der Reinfektionstuberkulose mit Manifestation an der Haut.

2 Epidemiologie

Diese Form der Hautuberkulose ist weltweit stark verbreitet, besonders in Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen. Frauen erkranken häufiger als Männer.

3 Ätiologie

Der Erreger der Tuberkulose - meist Mycobacterium tuberculosis gelangt oftmals durch eine fortgeleitete Entzündung aus einem Lymphknotenherd oder im Anschluss an eine Tuberculosis colliquativa cutis, seltener nach hämatogener Streuung, in das Bindegewebe der Haut.

4 Symptomatik

Am häufigsten ist die Wangenregion der Gesichtshaut betroffen. Hier findet sich zumeist ein planer oder leicht erhabener, polyzyklisch begrenzter, manchmal schuppender Herd. Im Verlauf der Dermatose treten Ulzerationen auf, die unter Narbenbildung zur Defektheilung führen. Die oftmals tiefreichende Gewebedestruktion kann zur Mutilation führen. Ein Schleimhautbefall mit trockener Rhinitis kann ebenfalls auftreten.

5 Diagnostik

Das charakteristische klinische Bild, die lange Vorgeschichte, das typischerweise positive Sondenphänomen, sowie der histopathologische Befund, verifizieren die Verdachtsdiagnose.

6 Histopathologie

Tuberkuloide Granulome im Corium mit epitheloidzelligem Inflitrat und lymphozytärem Saum, sowie Riesenzellen vom Langhans-Typ, sind typisch für den Lupus vulgaris. Die säurefesten Stäbchen (s. Ziehl-Neelsen-Färbung) sind nur in geringer Zahl nachweisbar.

7 Therapie

Aufgrund des langwierigen, chronischen Verlaufs, muss eine konsequente, systemische Behandlung mit Tuberkulostatika erfolgen.

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Fachgebiete: Dermatologie, Pneumologie

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