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Kryochirurgie

von altgriechisch κρύος (kryos) - Eis, Frost
Synonym: Vereisung
Englisch: cryosurgery

1 Definition

Kryochirurgie versteht man die gezielte chirurgische Zerstörung von Gewebe durch Anwendung extremer Kälte (Vereisung).

2 Wirkmechanismus

Bei der Kryochirurgie kommt es zur Zerstörung von Zellen durch intra- und extrazellulären Bildung von Eiskristallen. Sie induzieren eine Nekrose der betroffenen Zellen. Weiterhin beruht die Wirkung auf Elektrolytveschiebungen, Denaturierung von Zellproteinen und Verschluss von kleinen Gefäßen. Insbesondere repetitive Gefrier- und Auftauzyklen erhöhen den zytotoxischen Effekt.

3 Durchführung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Verfahren:

  • geschlossenes Kontaktverfahren: Metallstempel wird auf die Läsion platziert, anschließend wird meist flüssiger Stickstoff in das System eingeleitet
  • offenes Sprayverfahren: flüssiger Stickstoff wird direkt auf das Areal gesprüht

4 Indikationen

Die Kryochirurgie wird vor allem in der Dermatologie eingesetzt, um pathologische Hautveränderungen zu entfernen, z.B.

Zunehmend wird die Methode meist im Rahmen von klinischen Studien in anderen Bereichen eingesetzt, z.B. bei Knochen- und Weichteiltumoren, Lebermetastasen, Prostatakarzinomen (CSAP) sowie bei Veränderungen der Zervix und Hämorrhoiden.

5 Kontraindikationen

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Fachgebiete: Chirurgie, Dermatologie

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