Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Ionisierende Strahlung

1 Definition

Als ionisierende Strahlung bezeichnet man jede Teilchenstrahlung oder elektromagnetische Strahlung, die in der Lage ist, aus Atomen oder Molekülen Elektronen zu entfernen, sodass positiv geladene Ionen oder Molekülreste entstehen (Ionisation).

2 Einteilung

Ionisierende Strahlung kommt in verschiedenen Typen vor:

Alle drei Strahlungstypen entstehen beim Zerfall von radioaktiven Isotopen. Durch ihre hohe Energie sind sie in der Lage, ein Molekül zu zertrümmern, so dass geladene Teilchen (Ionen) zurückbleiben. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer energetischen Wirkung auf Materie insbesondere durch ihre Zusammensetzung.

2.1 Alphastrahlung

Alphastrahlen bestehen aus 2 Protonen und 2 Neutronen, also einem Heliumkern, der mit großer Geschwindigkeit beim Zerfall eines Atomkerns ausgestoßen wurde. Er kann bereits durch ein Blatt Papier abgeschirmt werden, hat jedoch das Potential in einem biologischen Gewebe großen Schaden anzurichten.

2.2 Betastrahlung

Betastrahlung entsteht ebenfalls beim radioaktiven Zerfall und besteht aus beschleunigten Elektronen. Sie kann die menschliche Haut nicht durchdringen, verursacht jedoch auf ihr Strahlungsschäden (Verbrennungen), die karzinogen wirken.

2.3 Elektromagnetische Strahlung

Unter diese Kategorie fällt die hochenergetische elektromagnetische Strahlung. Wie das sichtbare Licht besteht sie aus Photonen/Quanten (Teilchen-Welle-Dualismus), die jedoch sehr kurzwellig und daher hoch-energetisch sind. Bekannt sind zwei Typen ionisierender elektromagnetischer Strahlung:

  • Röntgenstrahlung , die künstlich durch Auftreffen eines Elektronenstrahls auf feste Materie - beispielsweise im Röntgengerät - entsteht,
  • Gammastrahlung, die z. B. beim Zerfall von Uran in der Natur vorkommt und die energiereichste Strahlung ist.

Beide letztgenannten Strahlungsarten sind in der Lage, feste Materie zu durchdringen. Dies macht man sich in der Medizin bei der Diagnostik zu Nutze.

Da ionisierende Strahlung grundsätzlich karzinogen auf alle biologischen Systeme wirkt und Mutationen verursachen kann, sollte die Freisetzung von Strahlenquellen in die Umwelt, sowie die Strahlenbelastung beispielsweise beim Einsatz der o.g. diagnostischen Verfahren möglichst auf ein Minimum reduziert werden.

Fachgebiete: Strahlentherapie

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