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Immunglobulin G

Synonyme: IgG-Antikörper, IgG

1 Definition

Als Immunglobulin G bezeichnet man eine Unterklasse von Antikörpern.

2 Funktion

IgG machen ca. 80% der gesamten Immunglobuline aus und stellen somit die wichtigste Antikörperklasse dar. Sie zirkulieren im Plasma und sind in Körpersekreten vorhanden. Außerdem können sie als einzige Immunglobuline die Plazenta passieren (Nestschutz).

Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Agglutination, Opsonierung und Neutralisation von Antigenen. Sie aktivieren außerdem das Komplementsystem. IgG sind im Rahmen der Immunantwort des menschlichen Organismus die Antikörper der Sekundärantwort.

3 Biochemie

IgG liegen als Monomere in freier Form vor. Ihr Molekulargewicht beträgt 150 kDa. Pro Tag werden ca. 30 mg Immunglobulin G pro Kilogramm Körpergewicht gebildet. Syntheseort sind die Plasmazellen. Die Halbwertszeit beträgt 23 Tage.

IgG bestehen wie alle Antikörper aus zwei schweren und zwei leichten Ketten. Die Ketten sind untereinander über Disulfidbrücken verbunden. Die leichten Ketten kommen in zwei Typen vor, Kappa und Lambda. Ein IgG-Molekül hat immer nur Leichtketten desselben Typs und wird danach als IgG-Kappa oder IgG-Lambda bezeichnet. Im Normalfall werden IgG-Kappa und IgG-Lambda etwa im Verhältnis 3:2 gebildet.

Aufgrund der biochemischen Eigenschaften der schweren Ketten können die IgG in 4 weitere Subklassen (IgG1 - IgG4) differenziert werden.

4 Labordiagnostik

Die Immunglobulin G-Konzentration im Serum kann mittels Immunoassay bestimmt werden. Der Referenzbereich liegt bei 800 - 1700 mg/dl. Kinder haben niedrigere Werte. Die IgG-Bestimmung kann zum Beispiel bei Abwehrschwäche zur Diagnostik eines Antikörpermangelsyndroms veranlasst werden.

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