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Plazenta

Synonym: Mutterkuchen

1 Definition

Die Plazenta ist ein transientes Organ, das sich während der Schwangerschaft in der Gebärmutter (Uterus) bildet, und der kontinuierlichen Versorgung des Embryos mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Stoffwechsel der Mutter dient.

2 Aufbau

Die Plazenta entsteht nach der Einnistung (Nidation) der Blastozyste im Uterus aus dem fetalen Trophoblasten und dem Endometrium der Mutter. Im voll entwickelten Zustand ist sie etwa 500 Gramm schwer und weist einen Durchmesser von 15 bis 20 cm auf. Sie besteht aus zwei Anteilen:

Zwischen beiden Teilen befindet sich der intervillöse Raum, der mit mütterlichem Blut gefüllt ist. Der Embryo ist mit der Plazenta über die Nabelschnur verbunden.

Nach der Geburt wird die Plazenta als "Nachgeburt" aus dem Uterus ausgestoßen.

3 Funktion

Die Plazenta dient in erster Linie dem Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind, und dient dabei als selektiver Filter zwischen beiden Organismen. Diese Funktion kann sie aufgrund der so genannten Plazentaschranke ausüben. Ferner produziert die Plazenta das Hormon Gonadotropin (HCG), das die Regelblutung unterdrückt und essentiell für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ist.

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Nils Nicolay schreibt seit dem 11.12.2003 im Flexikon, hat bereits 5104 neue Artikel publiziert und 5084 Artikeldetails verbessert.

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