Alpha-1-Fetoprotein
Abkürzung: AFP
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1 Definition [bearbeiten]
Das Alpha-1-Fetoprotein ist ein Glykoprotein, welches in der Onkologie als Tumormarker und in der Gynäkologie zur Pränataldiagnostik eingesetzt wird.
2 Funktion [bearbeiten]
AFP wird während der Schwangerschaft in größeren Mengen im Dottersack gebildet. Kleinere Mengen werden von der Leber und dem Gastrointestinaltrakt auch bei Nichtschwangeren gebildet.
3 Klinische Bedeutung [bearbeiten]
In der Onkologie wird das AFP zum Screening und zur Verlaufskontrolle des hepatozellulären Karzinoms verwendet. Weiterhin kann der Serumspiegel erhöht sein bei:
- Lebermetastasen
- Neoplasien der Gonaden (Ovarialkarzinom, Hodentumoren)
- gastrointestinale Tumoren (Pankreaskarzinom, Magenkarzinom)
Die Spezifität ist dabei eingeschränkt, sodass auf eine festgestellte Erhöhung des Alpha-1-Fetoproteins weitere Untersuchungen folgen müssen.
In der Gynäkologie wird das AFP zusammen mit Gonadotropin und Östriol im sogenannten Triple-Test bestimmt. Dabei lassen sich unter Umständen Hinweise auf vorliegende Fehlbildungen des Ungeborenen (z.B. Spina bifida, Trisomie 21, Anenzephalie). Die Spezifität ist jedoch auch hier eingeschränkt.
4 Referenzbereich [bearbeiten]
Der Referenzbereich liegt unter 10 &mug;/l. In der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr ist das AFP physiologischerweise erhöht (400 μg/l und mehr).
5 Untersuchungsmaterial [bearbeiten]
Das AFP wird aus einer Serumprobe bestimmt.
Fachgebiete: Gynäkologie, Labormedizin, Onkologie
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