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Titer

Englisch: titer, titre (britisch)

1 Definition

Titer sind Maßangaben für Verdünnungen von Antikörpern oder Antigenen, die gerade noch eine positive Antigen-Antikörper-Reaktion ergeben. Der Titer gibt also die Verdünnungsstufe an, bei der ein diagnostischer Test noch positiv ist.
Bei einer Verdünnung von 1: x wird ein Titer mit dem Wert x angenommen.

2 Aussagekraft

Der Anstieg eines Titers muss, um aussagekräftig zu sein, mindestens vierfach sein (beispielsweise von 8 auf 32). Ein Anstieg spricht für das Vorliegen einer frischen Infektion, ein Abfall des Titers für das Abklingen einer Infektion.

2.1 Diagnostisches Fenster

Titeranstiege sind an das Vorhandensein der jeweils untersuchten Antikörper gebunden. Da die Produktion von Antikörpern erst nach ca. 8 Tagen einsetzt, ist bei Verdacht auf Infektion ein Titeranstieg erst nach ca. 10 Tagen zu erwarten.

Diese 10 Tage werden als diagnostisches Fenster bezeichnet, da der Patient zwar infiziert sein kann, der Nachweis eines Titeranstiegs aber (noch) nicht möglich ist.

2.2 Frische und abgelaufene Infektion

Auch die Antikörperklasse, für die ein Titer angegeben wird, besitzt Aussagekraft. Ein Anstieg des IgM-Titers spricht in der Regel für eine neu aufgetretene Infektion, da IgM die ersten produzierten Antikörper sind.

Ein Anstieg des IgG-Titers spricht hingegen entweder für eine bereits über 3 Wochen zurückliegende oder bereits ausgeheilte Infektion mit dem untersuchten Erreger.

Siehe auch: VDRL-Titer

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