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Hepatitis C

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: Hepatitis C

1. Definition [bearbeiten]

Die Hepatitis C ist eine Virushepatitis, welche meistens chronisch verläuft. Sie war vor Entdeckung ihres Erregers im Jahr 1990 für eine Vielzahl von transfusionsbedingten Hepatitiden verantwortlich, da sie mit Blutprodukten übertragen wurde.

2. Erreger [bearbeiten]

Erreger der Hepatitis C ist das Hepatitis-C-Virus (HCV). Es ist ein RNA-Virus und gehört zur Gruppe der Flaviviridae. Beim Hepatitis-C-Virus sind verschiedene Genotypen und über 100 verschiedene Subtypen mit modifizierten Eigenschaften bekannt. Eine Mehrfachinfektion mit verschiedenen Subtypen ist möglich, eine einmalige Infektion schützt daher nicht vor erneuter Infektion.

Durch die immunologischen Besonderheiten eines RNA-Virus bedingt ist die Entwicklung einer wirksamen Impfung gegen Hepatitis C bisher nicht gelungen.

3. Übertragung [bearbeiten]

Die Übertragung des HCV erfolgt durch Blut und Körperflüssigkeiten. Mögliche Infektionswege sind daher unter anderem der Kontakt mit Blut- und Blutprodukten (z.B. Nadelstichverletzung), Geschlechtsverkehr und die perinatale Infektion des Neugeborenen. Häufig bleibt der genaue Infektionsmechanismus ungeklärt.

Die Gefährdung im Rahmen von Bluttransfusionen und Organtransplantationen konnte durch die routinemäßige Testung der Spender massiv minimiert werden.

4. Epidemiologie [bearbeiten]

Die Hepatitis C ist weltweit verbreitet. In Deutschland liegt die Prävalenz unter 1%. Innerhalb von Europa ist ein Süd-Nord-Gefälle bezüglich der Prävalenz festzustellen.

5. Klinik [bearbeiten]

Beim klinischen Verlauf sind die symptomatischen, akuten Verläufe von den chronischen, zum Teil asymptomatischen Verläufen zu unterscheiden. Symptomatische HCV-Infektionen äußern sich durch Ikterus, Abgeschlagenheit und grippale Krankheitserscheinungen. Asymptomatische HCV-Infektionen, welche über 80 % der Verläufe ausmachen, neigen im weiteren Verlauf zur Chronifizierung.

Eine chronische Hepatitis führt bei ungünstigem Verlauf zu einer fortschreitenden Destruktion der Leber. Ein Fünftel der Patienten entwickelt innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose. Patienten mit einer HCV-bedingten Zirrhose entwickeln in einem geringen Prozentsatz ein hepatozelluläres Karzinom.

In Europa sind über die Hälfte aller hepatozellulären Karzinome auf eine HCV-Infektion zurückzuführen. Gleiches gilt für etwa ein Drittel der Leberzirrhosen.

Neben den die Leber betreffenden Manifestationen treten im Rahmen einer Hepatitis C häufig Begleiterkrankungen auf. Unter anderem sind dies:

6. Diagnostik [bearbeiten]

Der Nachweis einer frischen Infektion kann direkt nach Infektion durch den Nachweis von HCV-RNA aus Blut erfolgen. Die spezifischen Antikörper Anti-HCV werden erst nach frühestens 3-4 Wochen positiv.

Der Nachweis von HCV-RNA eignet sich daher hervorragend zum Nachweis einer frischen Infektion, der Infektiösität des betroffenen Patienten und zur Verlaufskontrolle unter der Therapie. Persistieren HCV-RNA und Anti-HCV, liegt eine Chronifizierung vor.

Die Verdachtsdiagnose einer Hepatitis C ergibt sich bei symptomatischem Verlauf mit Ikterus, Hyperbilirubinämie und erhöhten Transaminasen.

7. Therapie [bearbeiten]

Die Hepatitis C wird mit Interferon-α (z.B. PEG-IFN-α) behandelt. Nach einer sechsmonatigen Therapie kommt es in über 90 % der Fälle zu einer Ausheilung mit fehlendem Nachweis von HCV-RNA. Ein früher Therapiebeginn begrenzt den Schaden durch die Hepatitis.

Bei bereits eingetretenem chronischem Verlauf kommen Behandlungsprotokolle mit einer Kombination aus Interferon und dem Virostatikum Ribavirin zum Einsatz. Darunter sind Erfolgsraten von ca. 50 % zu verzeichnen. Bei hoher Virämie und Infektion durch bestimmte Subtypen des Virus spricht die Erkrankung jedoch auch auf diese Therapie schlecht an.

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