Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Aspartat-Aminotransferase

(Weitergeleitet von AST)

Synonym: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, GOT
Abkürzung: AST, ASAT

1 Definition

Die Aspartat-Aminotransferase, kurz ASAT oder AST, ist ein zu den Transaminasen gehöriges Enzym, das in Hepatozyten, Herz- und Skelettmuskelzellen vorkommt. Die ältere Bezeichnung Glutamat-Oxalacetet-Transaminase, kurz GOT ist ebenfalls weit verbreitet.

2 Biochemie

Die Aspartat-Aminotransferase katalysiert folgende Reaktion:

Sie ist ein essentielles Enzym für den Malat-Aspartat-Shuttle und damit für die Nutzung des NADH aus der Glykolyse für die Atmungskette.

3 Vorkommen

Die Aspartat-Aminotransferase kommt in relevantem Umfang in Leber, Gehirn, Niere und Bauchspeicheldrüse, sowie in der Herz- und Skelettmuskulatur, vor. Sie kann dort sowohl im Zytosol als auch in den Mitochondrien lokalisiert sein.

4 Referenzbereich

Für Männer und Frauen gelten bei der Messung im Körpertemperaturbereich (37°) folgende Referenzwerte:

  • Männer: 10-50 U/l
  • Frauen: 10-35 U/l

5 Klinik

Eine gleichzeitige Erhöhung von ASAT (GOT) und ALAT (GPT) deutet auf eine Lebererkrankung hin, gegebenenfalls auch eine Leberstauung bei dekompensierter Herzinsuffizienz. Bei leichten Leberzellschäden beläuft sich der Quotient aus ASAT und ALAT (De-Ritis-Quotient) auf Werte unterhalb von 1. Dagegen liegt dieser Quotient bei schweren Leberzellschäden oberhalb von 1. Dieses Phänomen ist durch die unterschiedlichen Verteilung von ASAT und ALAT innerhalb der Zelle bedingt. ALAT kommt im Zytosol vor und wird schon leichteren Schäden der Zellmembran freigesetzt und kann ins Blut übertreten. Die ASAT ist hingegen zum größten Teil in den Mitochondrien lokalisiert, gelangt also nur bei umfangreicherer Zellschädigung ins Blut.

siehe auch: Leberenzyme

Beim Myokardinfarkt steigt die ASAT nach vier bis acht Stunden an. Ihr Maximum erreicht sie nach 16 bis 48 Stunden. Nach drei bis sechs Tagen hat sich die ASAT wieder normalisiert. Der Quotient CK/ASAT beläuft sich beim Myokardinfarkt auf weniger als 10. Dagegen steigt er bei Skelettmuskelschäden auf Werte größer als 10.

siehe auch: Herzenzyme

6 Merkspruch

GOTt sitzt auf dem AST und GlauPT er sei ALaT.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

36 Wertungen (3.39 ø)

154.042 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: