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Epstein-Barr-Virus

(Weitergeleitet von EBV)

Abkürzung: EBV
Englisch: Epstein Barr Virus

1 Definition

Das Epstein-Barr-Virus ist der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers (infektiöse Mononukleose). Es handelt es sich um ein DNA-Virus, das zur Familie der Herpesviridae (Herpesviren) gehört und auch als HHV 4 (Humanes Herpesvirus 4) bezeichnet wird. Es wurde nach seinen Entdeckern Michael Epstein und Yvonne Barr benannt.

2 Epidemiologie

Das Virus ist weltweit verbreitet. Das alleinige Erregerreservoir ist der Mensch. Die Übertragung des EBV erfolgt meist durch Schmierinfektion oder Tröpfcheninfektion, typischerweise durch das Küssen. Die Durchseuchung ist entsprechend hoch: Mit dem Ende des 40. Lebensjahres haben ca. 95-98% aller Menschen eine Infektion mit EBV durchlebt. Der Erkrankungsgipfel liegt im Kindes- und Jugendalter.

3 Virulenz

Unter normalen Bedingungen kann das menschliche Immunsystem den Erreger problemlos kontrollieren. Das Epstein-Barr-Virus nistet sich jedoch latent in den B-Lymphozyten des Immunsystems ein, ohne eine Virusproduktion in Gang zu setzen ("lysogener Zyklus") und kann sich so dem Zugriff der Körperabwehr entziehen. Bei ausgeprägter Immunsuppression (z.B. AIDS) wird das Virus wieder aktiv und vermehrt sich unkontrolliert - dann kann es zum Auslöser seltener Krebserkrankungen werden (z.B. Burkitt-Lymphom).

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Fachgebiete: Virologie

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