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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Clindamycin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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1. Definition [bearbeiten]

Clindamycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Lincosamide. Es ist das halbsynthetische Derivat des Lincomycins.

2. Wirkungsmechanismus [bearbeiten]

Clindamycin blockiert die Proteinbiosynthese von Bakterien durch Bindung an die 50S-Untereinheit der Ribosomen. Dadurch wird das Enzym Peptidyltransferase blockiert. Clindamycin hat einen bakteriostatischen Wirkungsmechanismus.

3. Wirkungsspektrum [bearbeiten]

Clindamycin ist gut wirksam gegen

Clindamycin ist nicht oder wenig wirksam gegen

Die Bildung sekundärer Antibiotikaresistenzen gegenüber Clindamycin durch Veränderung der Zielstrukturen am Ribosom und/oder enzymatische Inaktivierung ist möglich.

4. Pharmakokinetik [bearbeiten]

Die Plasmahalbwertszeit beträgt ca. 3 Stunden. Nach oraler Gabe wird Clindamycin fast vollständig resorbiert. Nahrungsaufnahme beeinflusst die Resorption nicht wesentlich. Clindamycin zeichnet sich durch gute Gewebegängigkeit und Anreicherung im Knochen aus. In der Leber wird Clindamycin intensiv metabolisiert. Lediglich ein Drittel der Dosis wird in unveränderter Form renal ausgeschieden.

5. Nebenwirkungen [bearbeiten]

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Diarrhö und Erbrechen.

Eine seltene jedoch gefürchtete Nebenwirkung der Lincosamid-Antibiotika ist die pseudomembranöse Enterokolitis. Sie ist Anlass zum sofortigen Abbruch der Therapie mit Clindamycin.

Selten sind Leberschäden mit Anstieg der Transaminasen, Allergien und Leukozytopenien zu befürchten.

6. Anwendungsformen [bearbeiten]

Clindamycin kann je nach Indikation per os als Kapsel oder Tablette, parenteral als Infusionslösung oder lokal als Salbe oder Gel angewendet werden.

7. Indikationen [bearbeiten]

Indiziert ist Clindamycin bei durch empfindliche Erreger hervorgerufenen

Clindamycin ist aufgrund der Möglichkeit schwerer Nebenwirkungen als Reserveantibiotikum einzustufen. Es ist bei den oben aufgeführten Indikationen nicht immer Mittel der ersten Wahl.

Clindamycin wird zur Behandlung von schweren Infektionen mit Staphylokokken bei vorliegender Penicillin-Allergie des Patienten oder bei Resistenz des Erregers gegen Dicloxacillin verwendet.

Eine weitere Indikation stellen Infektionen mit Anaerobiern dar. Auch zur Behandlung der Akne vulgaris ist Clindamycin geeignet.

8. Kontraindikationen [bearbeiten]

Eine absolute Kontraindikation besteht bei Überempfindlichkeit gegen Lincosamid-Antibiotika.

Relative Kontraindikationen sind das Vorliegen einer

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