Infarkt
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von lateinisch: in -farcire - verstopfen
Englisch: infarction
1. Definition
2. Ursache
Meist entsteht ein Infarkt auf dem Boden eines akuten Gefäßverschlusses, z.B. durch einen Thrombus, der das Gefäßlumen verlegt. Seltener sind Gefäßkrämpfe (Spasmen) für einen Infarkt verantwortlich. In den abhängigen Gewebebereichen kommt es daraufhin zu einer Unterbrechung der Sauerstoffversorgung, die zu Nekrosen führt. Den Randbereich eines Infarkts, der geschädigte, aber funktionell noch intakte Zellen enthält, nennt man Penumbra.
3. Einteilung
3.1. ...nach Histopathologie
- Anämischer Infarkt (Lateinisch: Infarctus anaemicus, Infarctus ischaemicus, Infarctus albus): Das infarzierte Gewebe wirkt blutleer.
- Hämorrhagischer Infarkt (Lateinisch: Infarctus haemorrhagicus, Infarctus rubrus): Es kommt zu Einblutungen in das infarzierte Gewebe.
Weitere Infarktformen, die in der Pathologie differenziert werden, sind die hämorrhagische Infarzierung durch eine venöse Abflussstauung und der so genannte Zahn-Pseudoinfarkt im Bereich der Leber.
3.2. ...nach Lokalisation
Wichtige Infarktlokalisationen sind:
- Herzinfarkt
- Hirninfarkt
- Mesenterialinfarkt (Darminfarkt)
- Niereninfarkt
- Lungeninfarkt
- Milzinfarkt
- Leberinfarkt
- Knocheninfarkt
3.3. ...nach Vorgeschichte
- Primärinfarkt
- Reinfarkt bzw. Zweitinfarkt
3.4. ...nach Infarktmuster
Infarkte des Hirngewebes werden nach ihrem Infarktmuster in der Bildgebung differenziert:
- Lakunärer Infarkt
- Territorialinfarkt (embolischer Infarkt)
- Grenzzoneninfarkt