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Lungeninfarkt

1 Definition

Ein Lungeninfarkt ist eine Komplikation einer Lungenembolie, die bei vollständigem Verschluss eines peripheren Pulmonalarterienastes und erhöhtem pulmonalvenösen Druck auftritt.

2 Pathogenese

Eine normal verlaufende Lungenembolie führt in der Regel nicht zu einem Lungeninfarkt, da die Sauerstoffversorgung des Lungengewebes durch die Arteriae bronchiales gesichert ist. Kritisch wird die Situation, wenn

  • kleine Segmentarterien von der Embolie betroffen sind und
  • durch einen erhöhten pulmonalvenösen Druck der Perfusionsdruck der Bronchialarterien nicht mehr ausreicht. Das ist z.B. bei einer gleichzeitig bestehenden Linksherzinsuffizienz der Fall.

Ein abfallender Perfusionsdruck zieht eine Hypoxie nach sich, die bei längerer Dauer zu einer Gewebsnekrose führt. Sickerblutungen aus den Bronchialgefäßen durchtränken die Nekrosezone mit Blut, so dass eine hämorrhagische Infarzierung des Lungengewebes entsteht.



Lungeninfarkte treten etwa bei 10% aller Lungenembolien auf - vor allem bei Patienten mit kardialen Grunderkrankungen.

3 Symptome

Tags:

Fachgebiete: Pathologie

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Februar 2013 um 18:36 Uhr bearbeitet.

Ziemlich sicher
#2 vor 21 Tagen von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Ist sicher der steigende pulmonalvenöse Druck gemeint und nicht der Pulmonalarteriendruck?
#1 vor 21 Tagen von Daniel Käther (Student/in der Humanmedizin)

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