Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Lungeninfarkt

1 Definition

Ein Lungeninfarkt ist eine Komplikation einer Lungenembolie, die bei vollständigem Verschluss eines peripheren Pulmonalarterienastes und erhöhtem pulmonalvenösen Druck auftritt.

2 Pathogenese

Eine normal verlaufende Lungenembolie führt in der Regel nicht zu einem Lungeninfarkt, da die Sauerstoffversorgung des Lungengewebes durch die Arteriae bronchiales gesichert ist. Kritisch wird die Situation, wenn

  • kleine Segmentarterien von der Embolie betroffen sind und
  • durch einen erhöhten pulmonalvenösen Druck der Perfusionsdruck der Bronchialarterien nicht mehr ausreicht. Das ist z.B. bei einer gleichzeitig bestehenden Linksherzinsuffizienz der Fall.

Ein abfallender Perfusionsdruck zieht eine Hypoxie nach sich, die bei längerer Dauer zu einer Gewebsnekrose führt. Sickerblutungen aus den Bronchialgefäßen durchtränken die Nekrosezone mit Blut, so dass eine hämorrhagische Infarzierung des Lungengewebes entsteht.



Lungeninfarkte treten etwa bei 10% aller Lungenembolien auf - vor allem bei Patienten mit kardialen Grunderkrankungen.

3 Symptome

Tags:

Fachgebiete: Pathologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

14 Wertungen (2.14 ø)

55.718 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: