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Hämorrhagischer Infarkt

Synonyme: Infarctus haemorrhagicus, Infarctus rubrus

1 Definition

Der hämorrhagische Infarkt ist ein Infarkt, der durch einen Gefäßverschluss entsteht und durch einen Bluteinstrom in das Nekrosegebiet gekennzeichnet ist.

2 Pathologie

Dem hämorrhagischen Infarkt liegt oft eine absolute Ischämie einer Endarterie zugrunde. Meist handelt es sich um Infarkte in Organen mit funktioneller und nutritiver Gefäßversorgung (z.B. beim Lungeninfarkt). Auch bei ausgeprägten kollateralen Blutversorgung (z.B. beim Darminfarkt) kann es zu einer Hämorrhagie des Infarktgebietes kommen. Darüber hinaus werden Infarkte auch sekundär hämorrhagisch, wenn der zur absoluten Ischämie führende, vollständige Arterienverschluss rekanalisiert wird (z.B. beim Herzinfarkt nach thrombolytischer Therapie).

Liegt ein Venenverschluss zugrunde, spricht man auch von einer hämorrhagischen Infarzierung. Anämische Infarkte haben lediglich einen hämorrhagischen Randsaum.

3 Beispiele

Fachgebiete: Pathologie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2020 um 14:22 Uhr bearbeitet.

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