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Trichuris vulpis

1 Definition

Trichuris vulpis ist ein Endoparasit aus der Gattung Trichuris und Auslöser der Trichuriose beim Hund.

2 Taxonomie

3 Epidemiologie

Trichuris vulpis parasitiert bei Hunden, Füchsen sowie anderen Caniden und ist weltweit verbreitet. Selten kommt es auch zu einer Infestation des Dickdarms von Menschen, wobei die aufgenommenen Endoparasiten dabei keine vollständige Entwicklung durchlaufen.

4 Morphologie

Die Parasiten sind mehrere Zentimeter lang (zwischen 4,8 und 7,0 cm) und weisen eine typische peitschenähnliche Gestalt auf. Ihr Vorderkörper ist lang, dünn und macht etwa zwei Drittel der gesamten Körperlänge aus, während das hintere Ende deutlich dick aufgetrieben ist. Bei den Männchen ist das Hinterende charakteristisch eingerollt.

Die Eier sind mittelgroß (70 bis 85 x 36 bis 40 µm), dickwandig, dunkelbraun und zitronenförmig. Die Seitenwände sind gewölbt und an beiden Enden zwei transparente und deutlich vorgewölbte Polpfröpfe vorhanden. Die Eier enthalten einen unsegmentierten und körnigen Inhalt.

5 Entwicklung

Trichuris-Arten folgen einem homoxenen Entwicklungszyklus. In der Außenwelt erfolgt die Entwicklung zur infektiösen Erstlarve (L1) im Ei. Nach der peroralen Aufnahme vollziehen die Parasiten eine histotrophe Phase in der Darmmukosa der Wirte, wobei sie sich dann im Caecum und Colon ansiedeln.

Die Präpatenz beträgt sechs Wochen und länger.

6 Klinik

Ein starker Befall mit Trichuris vulpis kann zu einer subakuten und katarrhalischen Entzündung führen. Es kommt zu vermehrter Exsudatbildung der Schleimhaut, kleinen Epitheldefekten und entzündlichen Infiltrationen der Propria mit Hyperämie und Ödembildung der Submukosa.

Massive Infektionen führen zu schwerwiegenden hämorrhagischen Veränderungen des Caecums und des Colons.

7 Diagnostik

Trichuris vulpis kann koproskopisch anhand der typischen zitronenförmigen Eier nachgewiesen werden.

8 Zoonotische Bedeutung

In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Infektion beim Menschen. Ein geringgradiger Befall verläuft dabei häufig asymptomatisch, wobei schwere Infestationen mit Eosinophilie, Diarrhö, Anämie, Tenesmus und Rektumprolaps einhergehen können.

9 Literatur

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Oktober 2021 um 07:11 Uhr bearbeitet.

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