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Suppositorium

Synonym: Zäpfchen
Abkürzung: Supp.

1 Definition

Suppositorien werden zur rektalen oder vaginalen Gabe von Medikamenten verwendet. Sie haben typischerweise die Form eines vorne zugespitzten Torpedos, der das Einführen in enge Körperöffnungen (After oder Vagina) erleichtert.

2 Pharmakologie

Suppositorien werden durch Pressen oder Gießen aus einer Grundmasse hergestellt, die entweder bei Körpertemperatur zerfliesst oder sich in Körperflüssigkeiten auflöst. Hierzu eignen sich Hartfette, Macrogole, Kakaobutter und verschiedene Gelatine-Glycerol-Wasser-Gemische. Als zusätzliche Hilfsstoffe werden ggf. Füllmittel, absorbierende Stoffe, Gleitmittel, Konservierungsmittel und Farbstoffe eingesetzt.

Suppositorien sind von Vorteil, wenn der Patient Schluckbeschwerden oder Magen-Darm-Probleme hat. Für Arzneistoffe mit geringer therapeutischer Breite eignen sie sich weniger, da die Resorption und damit die Bioverfügbarkeit stark schwanken kann.

Bei richtiger Anwendung des Suppositoriums wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen. Dies beruht auf dem unterschiedlichen venösen Abfluss des Rektums im Vergleich zu anderen Abschnitten des Magen-Darm-Traktes. Das venöse Blut des distalen Rektums wird über die Vena rectalis inferior und Vena rectalis media abgeleitet und gelangt über die Vena iliaca interna in die Vena cava inferior - nicht in die Vena portae.

3 Einsatzgebiet

Am häufigsten werden Suppositorien in der Pädiatrie eingesetzt, insbesondere als Fieberzäpfchen. Ferner dienen Suppositorien der lokalen Therapie, beispielsweise bei Hämorrhoiden oder als Abführzäpfchen.

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Fachgebiete: Pharmazie

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