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Rizinusöl

Synonyme: Oleum Ricini s. Castoris, Oleum Ricini virginale, Kastoröl
Englisch: castor oil, ricinus oil, oil of Palma Christi

1 Definition

Rizinusöl ist das Pflanzenöl des Wunderbaums (Ricinus communis). Es wird für die Herstellung kosmetischer Produkte, aber auch in der Allgemein- und Volksmedizin angewendet.

2 Zusammensetzung

Rizinusöl beinhaltet zum größten Teil das Triglycerid Triricinolein (80%), das aus Glycerin und 3 Fettsäureschwänzen aus Rizinolsäure besteht. Weitere Inhaltsstoffe sind freie Fettsäuren (3%) und flüchtige Verbindungen.

3 Pharmakologie

Im Dünndarm wird Triricinolein durch fettspaltende Enzyme und Gallensalze zu Glycerin und Rizinolsäure gespalten. Diese lineare Omega-9-Fettsäure ist in der Lage an den EP3-Rezeptor, einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor, zu binden und bewirkt dadurch eine Hemmung der Adenylatzyklase in glatten Muskelzellen. Dadurch wird die cAMP-Konzentration in der Zelle gesenkt und eine Relaxierung der glatten Muskulatur eingeleitet.

Durch diesen Mechanismus wirkt Rizinusöl abführend und ist zusätzlich in der Lage, Wehen einzuleiten. In der Volksmedizin wird gerne für Letzteres ein Wehencocktail verabreicht, welcher Rizinusöl beinhaltet.

Topisch kann Rizinusöl bei Hautschuppen, Verletzungen und Altersflecken angewendet werden da, es relativ leicht in die verletzte Hautschicht eindringt und einen Schutzfilm bildet.

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