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Reserpin

1 Definition

Reserpin ist ein Arzneistoff aus der Klasse der Antisympathotonika. Es hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin durch Blockade der Transportfunktion von VMAT2. In höheren Dosen bewirkt es allerdings eine Entleerung der Speicher.

2 Herkunft

Reserpin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid aus der Indischen Schlangenwurzel (Rauvolfia serpentina).

3 Summenformel

C33H40N2O9

4 Zentrale Wirkung

5 Nebenwirkungen

Aufgrund dieser Nebenwirkungen ist Reserpin als Antihypertensivum kein Mittel der ersten Wahl.

6 Indikation

In der 1950er Jahren wurde Reserpin auch bei Psychosen eingesetzt. In dieser Indikation ist es mittlerweile weitgehend durch neuere Wirkstoffe verdrängt worden. Reserpin wird jedoch gelegentlich in geringer Dosierung als Begleittherapie zusätzlich zu anderen Antipsychotika bei therapierefraktären Patienten eingesetzt. Dadurch kann zusätzlich zur Dopaminblockade eine Dopaminverarmung im synaptischen Spalt erzielt werden.

7 Intoxikation

Bei Überdosierung kann es zu einer Intoxikation kommen. Die Anzeichen sind Hypotonie, Bradykardie, Schwellungen der Schleimhäute, Somnolenz, Hypothermie und unter Umständen auch Krämpfe. Im Vordergrund der Therapie der Vergiftung stehen resorptionsvermindernde Maßnahmen (Aktivkohle, Natriumsulfat). Bei Krämpfen kann auf Diazepam zurückgegriffen werden. Gegebenenfalls wird Atropin gegen starke Bradykardie appliziert.

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