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MYC

1 Definition

MYC ist ein Gen, das für den Transkriptionsfaktor MYC (früher: c-myc) kodiert und auf Chromosom 8 lokalisiert ist.

2 Funktion

MYC ist als Transkriptionsfaktor an der Regulation von ca. 15% der menschlichen Gene beteiligt. Es bindet dafür an die Enhancer-Box-Sequenzen der DNA und fördert somit die Transkription der entsprechenden Gene.

Neben dieser Rolle als klassischer Transkriptionsfaktor rekrutiert MYC außerdem Histon-Acetyltransferasen und verändert so insgesamt die Chromatinstruktur: Die Acetylierung der Histone vermindert ihre Fähigkeit, die DNA fest zu binden. Dadurch können die Gene des betroffenen DNA-Abschnittes vermehrt transkribiert werden.

2.1 Durch MYC induzierte Prozesse in der Zelle

  • Proliferation: Durch MYC regulierte Gene sind besonders für die Proliferation wichtig. Aus diesem Grund wird die Expression von MYC seinerseits durch viele proliferationsfördernde Signalwege aktiviert, wie zum Beispiel durch den Wnt-, den Shh- und den MAPK/ ERK-Signalweg.
  • Zellwachstum: Dies geschieht indem insgesamt mehr Proteine exprimiert werden
  • Differenzierung
  • Self-renewal von Stammzellen

3 Pathologie

Da MYC wie erwähnt besonders die Transkription proliferationsfördernder Gene induziert, gilt es als Protoonkogen. Bei vielen Krebsarten ist das MYC-Gen mutiert beziehungsweise transloziert und wird konstitutiv exprimiert. Eine häufige Translokation des MYC-Gens ist t(8;14) bei dem Burkitt-Lymphom.

Fachgebiete: Genetik

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