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Küttner-Tumor

Synonym: chronische sklerosierende Sialadenitis

1 Definition

Als Küttner-Tumor bezeichnet man eine chronische Sialadenitis, welche zu einer Sklerosierung, Fibrosierung und Induration der Speicheldrüse führt. Meist ist die Glandula submandibularis betroffen.

2 Epidemiologie

Der Küttner-Tumor betrifft bevorzugt das männliche Geschlecht. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 5. und 6. Lebensjahrzehnt.

3 Ätiologie

Die genaue Ursache des Küttner-Tumors ist aktuell (2019) unbekannt. Es handelt sich vermutlich um eine immunologische Reaktion, welche den IgG4-assoziierten Erkrankungen zugeordnet wird.

4 Symptome

Typisches Zeichen eines Küttner-Tumors ist eine sichtbare Schwellung der Glandula submandibularis. Diese tritt zu Beginn insbesondere postprandial auf, mit fortschreitendem Krankheitsverlauf ist sie dauerhaft vorhanden. Meist liegen keine Schmerzen vor.

5 Diagnostik

  • Inspektion: diskrete submandibuläre Schwellung
  • Palpation: derber, wenig schmerzhafter, verschieblicher Tumor

5.1 Bildgebung

Initial wird meist eine Sonografie durchgeführt. Auffallend sind eine inhomogene Struktur und zum Teil echoarme zystoide Areale.

In der MRT zeigt sich eine inhomogene Signalanhebung (hypointens in T1-Wichtung, z.T. iso- bis hyperintens in T2-Wichtung) sowie im Verlauf eine Drüsenatrophie mit genereller Signalminderung. Bei Kontrastmittelgabe findet sich nur ein spärliches Enhancement.

In einigen Fällen kann eine Sialographie durchgeführt werden. Typischerweise zeigt sich eine irreguläre Gangektasie durch abwechselnde Gangerweiterung und Stenosen.

5.2 Pathologie

Zum sicheren Ausschluss eines Malignoms sollte eine histologische Untersuchung durchgeführt werden. Hierbei zeigen sich zahlreiche zytotoxische T-Zellen, die durch eine Zerstörung des Drüsengewebes eine Sklerose des Organs induzieren. Dies führt zu Parenchymschrumpfung und Gangrarefizierung.

6 Differenzialdiagnosen

7 Therapie

Bei jeder unklaren, schmerzlosen, persistierenden Drüsenschwellung sollte zum sicheren Ausschluss eines Malignoms eine histologische Untersuchung durchgeführt werden. Daher ist eine operative Exstirpation der Drüse obligat. Eine kausale Therapie ist derzeit (2019) nicht möglich.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Januar 2021 um 15:34 Uhr bearbeitet.

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