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Hydronephrose

Synonyme: Wassersackniere, Harnstauungsniere
Englisch: hydronephrosis

1 Definition

Als Hydronephrose bezeichnet man eine pathologische Erweiterung des Nierenbeckens (Pyelektasie) und der Nierenkelche durch eine Harnabflusstörung im Bereich der ableitenden Harnwege. Die extreme Ausprägung mit aufgeblähtem Nierenbecken und stark verschmälertem Nierenparenchym wird auch als Wassersackniere bezeichnet.

siehe auch: obstruktive Nephropathie

2 Ätiologie

Ätiologisch werden:

Der sekundären Hydronephrose liegt eine Abflussstörung im Bereich

siehe auch: obstruktive Uropathie

3 Klinik

Das klinische Bild der Hydronephrose äußert sich in ursachenbedingten Miktionsstörungen (Oligurie, Anurie, Überlaufblase) und geht bei lang andauernder Stauung durch refluxbedingte Druckatrophie des Nierenparenchyms in eine Niereninsuffizienz über.

Bei sekundärer Hydronephrose bestehen zusätzlich die Symptome der jeweiligen Grunderkrankung.

4 Diagnostik

Der Nachweis und die Beurteilung des Umfanges der Erweiterung erfolgt sonographisch. Kongenitale Hydronephrosen sind durch die pränatale Ultraschalldiagnostik nachweisbar.

Zur Ursachenabklärung sind verdachtsabhängige bildgebende Verfahren heranzuziehen:

Die Nierenfunktionsstörung kann durch entsprechende Labordiagnostik (Nierenwerte) beurteilt werden.

5 Therapie

Die Therapie der Hydronephrose erfolgt durch endoskopische oder operative Beseitigung des Abflusshindernisses bzw. Rekanalisation der Harnwege:

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