Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Ureterostium

Synonyme: Ostium ureteris, Uretermündung

1 Definition

Die Ureterostien sind die Einmündungen der Harnleiter (Ureter) in die Harnblase. Zusammen mit dem Beginn der Harnröhre (Ostium urethrae internum) markieren sie das so genannnte Trigonum vesicae.

2 Physiologie

Die Ureterostien sind normalerweise verschlossen, wenn die Harnblase unter Spannung steht, da der letzte Abschnitt der Ureteren intramural in der Harnblasenwand verläuft. Dadurch wird ein Ventilmechanismus gebildet, der den Rückfluss von Urin in den oberen Harntrakt verhindert.

3 Pathophysiologie

Bei ektop mündenden Harnleitern fehlt der Anti-Reflux-Mechanismus des Ureterostiums. Dies ist beispielsweise bei Doppelnierenanlage mit vollständig doppelt angelegtem Harnleiter (Ureter duplex) immer der Fall, da nur ein Harnleiter an der anatomisch richtigen Stelle münden kann.

Ein mangelhafter Verschluss der Ureterostien führt zu einem vesikoureteralen Reflux, der die Grundlage einer Infektion der oberen Harnwege sein kann.

Die Ureterostien können bei bestimmten Fehlbildungen falsch positioniert sein, z.B. zu weit lateral beim Prune-Belly-Syndrom.

Das Ureterostium ist die unterste der drei Ureterengen. An diesen ist der Durchtritt von Harnleitersteinen erschwert.

4 Therapie

Bei insuffizienten Ureterostien kann eine operative Ureterreimplantation durchgeführt werden. Dabei wird der intramurale Verlauf des Ureters nachgebildet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

7 Wertungen (2 ø)

24.229 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: