Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Histidin

Synonyme: His, L-Histidin
Chemisch: Imidazolalanin

1 Definition

Histidin ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die in der Leber synthetisiert wird. Sie gehört zu den 20 proteinogenen Aminosäuren. Am Aufbau der menschlichen Proteine ist ausschließlich das Enantiomer L-Histidin beteiligt.

2 Chemie

Histidin hat die Summenformel C6H9N3O2 und eine molare Masse von 155,16 g/mol.

Gemeinsam mit Arginin und Lysin gehört Histidin in die Gruppe der basischen Aminosäuren. Diese besitzen eine basische Gruppe, hier einen Imidazolring.

Die Iminogruppe von Histidin hat besondere physiologische Bedeutung , da ihr pK-Wert bei 6 liegt. Daher ist diese Aminogruppe für die puffernden Eigenschaften der Proteine ausschlaggebend. Die Aminogruppen der anderen Aminosäuren (pK 9 - 12) ändern ihre Ladung bei physiologischen pH genauso wenig, wie die Carboxylgruppen (pK 2-3).

Histidin ist glucoplastisch, da beim Abbau Glutaminsäure entsteht.

Klicken und ziehen, um das 3D-Modell auf der Seite zu verschieben.


3 Abbau von Histidin (α-Ketoglutarat Weg)

Das Kohlenstoffgerüst von Histidin (wie auch von Arginin, Glutaminsäure, Glutamin und Prolin) tritt über α-Ketoglutarat, dessen unmittelbare Vorstufe Glutaminsäure ist, in den Citratzyklus ein. Histidin wird abweichend von anderen Aminosäuren durch Histidase direkt zu Urocaninsäure desaminiert. Nach vorangehender Oxidation am Ring durch Urocanase kommt es zur Ringspaltung, es entsteht Formiminoglutaminsäure, die im Weiteren zu Glutaminsäure umgesetzt wird.

4 Histidin als Vorstufe

Histidin dient als Vorstufe für die Bildung von Histamin. Dieses biogene Amin wird unter Wirkung der unspezifischen L-Aminosäure-Decarboxylase bzw. einer in den meisten Geweben vorhandenen spezifischen Histidin-Decarboxylase aus Histidin gebildet.

5 Störung des Histidin-Stoffwechsels

Durch eine genetisch bedingte Fehlbidung des Enzymes Histidase kommt es Krankheit Histidinämie.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

13 Wertungen (2.77 ø)

47.245 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: