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Granuloma venereum

Synonyme: Granuloma inguinale, Wucherbeule, Donovanosis, Granuloma pudendi tropicum
Englisch: granuloma inguinale, GI, Donovanosis

1 Definition

Unter dem Granuloma venerum versteht man die Ausbildung von chronischen Ulzerationen im Genitalbereich.

2 Ätiopathogenese

Das Granuloma venerum wird durch eine Infektion mit Calymmatobacterium granulomatis, heute auch als Klebsiella granulomatis bezeichnet, hervorgerufen, wobei die Inkubationszeit eine Woche bis drei Monate beträgt. Die Übertragung erfolgt durch engen Körperkontakt.

Der Erkrankung begegnet man vor allem in subtropischen und tropischen Ländern.

3 Klinik

Die Infektion mit Calymmatobacterium granulomatis führt über kleine juckende Knötchen zur Ausbildung von chronischen Geschwüren, vor allem im Genitalbereich, die sich flächenhaft ausbreiten. Die regionalen Lymphknoten sind nicht angeschwollen, erst eine Sekundärinfektion führt zur Lymphadenopathie.

Über das Blut können die Erreger auch andere Organe (z.B. die Leber) erreichen.

4 Diagnostik

In der Regel führt die Klinik zur Diagnose.

Ein mikroskopischer Nachweis nach Abstrichentnahme und Anfärbung ist ebenfalls möglich. Dabei zeigt sich das gramnegative Stäbchen Calymmatobacterium granulomatis als Donovan-Körperchen im Zytoplasma von Makrophagen.

Der Nachweis ist ebenfalls über eine Kultur möglich.

5 Therapie

Die Therapie erfolgt mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder mit Tetrazyklinen über zwei Wochen.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juli 2008 um 14:32 Uhr bearbeitet.

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