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Flucytosin

1 Definition

Flucytosin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrimidin-Antimykotika.

2 Chemie

Flucytosin hat die Summenformel C4H4FN3O und eine molare Masse von 129,09 g·mol−1.

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3 Wirkmechanismus

In der Pilzzelle wird Flucytosin durch die Cytosin-Desaminase zu 5-Fluorouracil reduziert, was als falscher Baustein in die RNA eingebaut wird und somit das Zellwachstum hemmt.

4 Indikation

Behandlung von Mykosen, insbesondere Systemcandidosen (Candidämie, Candidurie, disseminierte und andere invasive Candida-Infektionen), Kryptokokken-Meningitis, Chromoblastomykose, Aspergillose

5 Nebenwirkungen

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Diarrhoe
  • Allergie
  • Hautausschlag
  • selten Lyell-Syndrom
  • Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Granulozytopenie, selten Agranulozytose, Thrombozytopenie)
  • Anstieg der Leberenzyme
  • Selten Halluzinatonen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Selten ulcerierende Colitis und Darmperforation
  • Hepatomegalie und Leberzellnekrosen mit letalem Ausgang
  • myokardiale Toxizität
  • ventrikuläre Dysfunktion
  • Krämpfe
  • Reversibler Anstieg der Serum-Transaminasen.

Schwere Nebenwirkungen treten vor allem bei erhöhten Serumkonzentrationen von Flucytosin, z. B. bei Niereninsuffizienz oder in Kombination mit Amphotericin B und anderen potentiell nephrotoxischen Substanzen.

Fachgebiete: Arzneimittel

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