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Epidermaler Wachstumsfaktor

Abkürzung: EGF
Englisch: epidermal growth factor

1 Definition

Der epidermale Wachstumsfaktor, englisch epidermal growth factor genannt, ist ein Protein, das als Wachstumsfaktor eine große Bedeutung bei der Regulation der Zellproliferation und -differenzierung spielt.

2 Biochemie

Humanes EGF ist ein Protein mit einem Molekulargewicht von nur 6 kDalton, das aus 53 Aminosäureresiduen besteht und drei intramolekulare Disulfidbindungen aufweist.

EGF bindet mit hoher Affinität an membranständige EGF-Rezeptoren auf der Zelloberfläche und stimuliert die intrinsische Tyrosinkinase-Aktivität der Rezeptoren. Die Tyrosinkinase setzt eine Signalkaskade in Gang, die den Zellstoffwechsel beeinflusst und unter anderem zu einem erhöhten intrazellulären Kalziumspiegel, sowie zu gesteigerter Glykolyse und Proteinsynthese führt. Darüber hinaus stimuliert es die Expression von Genen, welche die DNA-Synthese und Zellproliferation anregen.

3 Funktion

EGF regt das Zellwachstum an und dient im Magen-Darm-Trakt wahrscheinlich der Erhaltung der Schleimhautintegrität. Es beschleunigt die Abheilung von Schleimhautulzera der Mundhöhle und des Magens.

4 Klinik

Der monoklonale Antikörper Cetuximab bindet an EGF-Rezeptoren (HER1) und verhindert so die Anregung des Zellwachstums. Cetuximab wird bei der Behandlung von Darmkrebs und von Plattenepithelkarzinomen der Kopf- und Halsregion eingesetzt.

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